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LARP – Live Action Role Playing: Ein Hobby zwischen Spiel, Theater und Geschichte
LARP steht für Live Action Role Playing – ein Hobby, bei dem Charaktere nicht am Spieltisch, sondern aktiv in echten Umgebungen verkörpert werden: auf Burggeländen, in Wäldern, auf weitläufigen Festivalgeländen. Wer das Drachenfest, die Conquest of Mythodea oder ein MPS-Event besucht, bewegt sich unter Tausenden Gleichgesinnten, die gemeinsam Geschichten erschaffen, Konflikte austragen und ganze Welten zum Leben erwecken.
Der Unterschied zu Cosplay liegt im Kern des Erlebnisses: Cosplay dreht sich um die möglichst genaue Darstellung einer fiktiven Vorlage – LARP betont Interaktion und die Entwicklung einer eigenen Figur im laufenden Spiel. Der Charakter entsteht nicht im Kopf, sondern durch das, was in der gespielten Welt tatsächlich passiert. Dazu kommt eine ausgeprägte soziale Dimension: Bewegung im Freien über viele Stunden, echte Gemeinschaft und das ständige Training von Improvisationsfähigkeit und Empathie sind feste Bestandteile des Hobbys.
LARP-Settings im Überblick: Welche Welt willst du spielen?
Wikinger & Frühmittelalter
Wolltunika, Lederbeutel, Fibel, Trinkhorn und Wadenwickel – nordische Settings sind auf vielen Events verbreitet und mit überschaubarem Budget umsetzbar. Typische Waffen: Axt, Sax und Schild.
Hochmittelalter & Ritter
Gambeson als Basis, darüber Kettenhemd oder Brustpanzer, Helm und Schild. Wappenmotive, Kreuzritter-Optik und höfische Gewandung prägen dieses Setting – der klassische Kämpfer-Build für fast jedes Event.
Fantasy, Dark Fantasy & Horror
Elben, Magier, Orks, Kleriker oder dunkle Kreaturen – Fantasy-Settings lassen den meisten gestalterischen Freiraum. Roben, Umhänge, Accessoires und ungewöhnliche Farbwelten stehen hier im Vordergrund. Mischformen aus historischen Epochen und freier Imagination sind typisch für LARP.
LARP Zubehör: Die Details, die einen Charakter vollenden
Larp Gürteltaschen und Taschen erfüllen zwei Funktionen gleichzeitig: Sie sind optisch Teil der Gewandung und praktisch für Münzen, Requisiten oder echte Alltagsgegenstände wie Schlüssel und Handy. Beutel aus Leder oder Leinen, Reisetaschen und Rucksäcke im historischen Stil runden das Bild ab und machen einen Charakter erst vollständig.
Ein Wikinger Trinkhorn gehört für viele zum unverzichtbaren Lagerzubehör. Dazu kommen Holzteller und Holzschüsseln, Besteck Sets aus Horn oder Holz und Feldflaschen – Gegenstände, die das Lager glaubwürdig machen und auf dem Event echten Nutzen haben. Mittelalter Kessel und Kochtöpfe sowie Kerzenständer und Laternen vollenden die Lagerausstattung.
Mittelalterliche Accessoires wie Fibeln, Ringbroschen und Gewandschließen halten Umhänge zusammen und verorten den Charakter in einem bestimmten Setting. Mittelalter Schmuck in keltischer, wikingischer oder hochmittelalterlicher Ausführung zeigt, wie viel Gedanke in einen Charakter geflossen ist. Bartperlen, Haarschmuck und Fingerringe vervollständigen das Gesamtbild.
Notizbücher im Ledereinband, Tonpfeifen, Runensteine oder Räucherwerk – für Charaktertypen abseits des Schwertkämpfers gibt es spezielles Larp Zubehör, das die Rolle mit Leben füllt. Ein Magier ohne Zauberbuch oder eine Kräuterheilerin ohne Beutelsammlung wirkt nur halb fertig.
LARP Waffen und Rüstungen: Sicherheit, Regelwerke und Auswahl
- Weicher Kern, Latexbeschichtung – sicher für den Spielkontakt
- Verschiedene Härtestufen je nach Veranstaltungsregelwerk
- Für nahezu alle LARP-Events zugelassen
- Schwerter, Äxte, Dolche, Stäbe in vielen Formen erhältlich
- Regelmäßige Prüfung auf Sicherheitsmängel empfohlen
- Oft als Schaustücke und Lagerausstattung erlaubt
- Für aktiven Kampfkontakt auf den meisten Events nicht zugelassen
- Rüstungsaufbau: Gambeson als Basis, darüber Kettenhemd oder Brustpanzer, Helm
- Regelwerk des jeweiligen Events vor der Anschaffung prüfen
- Metallrüstung steigert die Optik erheblich, nicht den Komfort
Für den Einstieg empfiehlt sich eine Schaumstoffwaffe passend zur eigenen Charakterklasse. Wer langfristig in Metallrüstung investieren möchte, sollte zuerst klären, auf welchen Events diese zugelassen ist.
LARP Kleidung: Worauf es bei Gewandung wirklich ankommt
LARP Kleidung unterscheidet sich von einem einfachen Kostüm durch einen entscheidenden Punkt: Sie muss halten. Wind, Regen, Kampfgetümmel, Kniefälle und mehrtägiges Tragen stellen andere Anforderungen als ein einmaliger Auftritt. Empfindliche Ziernähte, die beim ersten Sturz aufgehen, haben auf einem Event nichts verloren.
Bei Materialien gilt Naturfaser als Standard. Leinen, Baumwolle und Wolle sehen im Fackelschein authentisch aus, atmen und regulieren die Körpertemperatur. Synthetik fällt im Licht oft unecht aus, staut Hitze und verliert schnell die Form – wer einmal in einer Wolltunika am Lagerfeuer gesessen hat, versteht warum die Materialwahl kein Nebenpunkt ist.
Typische Kleidungsstücke nach Charaktertyp: Kämpfer brauchen robuste Tunika, Gambeson und bewegungsfreundliche Hosen; Magier und Kleriker greifen zu weiten Roben, Kutten und fließenden Umhängen; Händler und Reisende setzen auf layerbare Kleidung, die Wetter und Tageslänge standhält. Die Passform sollte in jedem Fall Bewegungsfreiheit lassen: Schwingen, Kriechen, Wandern und langes Stehen gehören zum Alltag auf jedem Event.
Was kostet LARP-Ausrüstung? Einstieg, Aufbau und Vollausstattung
LARP-Ausrüstung kostet mehr als Alltagskleidung – das liegt nicht an überhöhten Margen, sondern an der Art, wie die Produkte entstehen: Handarbeit, Naturmaterialien und kleine Stückzahlen treiben den Preis. Lederverarbeitung bedeutet manuelles Zuschneiden, Färben und Nähen; Metallrüstungsteile werden geschmiedet und geschliffen; historisch angepasste Schnitte erfordern aufwendige Musterkonstruktion. Ein historischer Vergleich macht das greifbar: Eine vollständige Plattenrüstung entsprach im Mittelalter dem Wert mehrerer Jahreseinkommen eines Handwerkers – auch heute ist qualitative Metallrüstung ein erheblicher Kostenfaktor. Beim Aufbau empfiehlt sich eine klare Priorisierung: zuerst Kleidung, dann Waffe, zuletzt Rüstung.
Tunika oder Hemd, einfache Hose, Gürtelbeutel – ausreichend für die ersten Events. Mit wenigen Teilen entsteht ein grundlegender Charakter, der auf den meisten Veranstaltungen regelkonform ist.
Vollständige Gewandung mit Mantel, Gambeson, Gürtel, Schuhen und passendem Zubehör. Für Spieler, die regelmäßig auf Events gehen und ein rundes Gesamtbild anstreben.
Komplette Ausrüstung mit Kettenhemd, Helm, Schild, Waffe und stimmiger Gewandung. Wer mehrere Charaktere spielt oder höhere Qualitätsansprüche hat, investiert entsprechend mehr.
Ob du dein erstes LARP-Event planst oder eine bestehende Ausrüstung ergänzen willst – stöbere durch die Kategorien und finde Larp Kleidung für Herren, Larp Kleidung für Frauen, Waffen, Rüstungen und Zubehör für alle gängigen Settings. Bei Fragen zur Auswahl erreichst du uns telefonisch oder vor Ort in Rinchnach im Bayerischen Wald.
Häufig gestellte Fragen
Cosplay zielt darauf ab, eine bekannte fiktive Figur möglichst genau darzustellen – oft für Fotos oder Conventions. LARP dagegen betont die aktive Interaktion: Der eigene Charakter entwickelt sich im laufenden Spielgeschehen weiter, beeinflusst von den Entscheidungen anderer Spieler. Die Ausrüstung beim LARP muss entsprechend robuster sein als ein reines Kostüm.
Auf den meisten LARP-Veranstaltungen sind ausschließlich Schaumstoffwaffen mit Latexbeschichtung für den aktiven Kampf zugelassen. Metallwaffen und Dekorschwerter sind oft als Ausstellungsstücke erlaubt, aber nicht für den Spielkontakt. Jedes Event hat eigene Sicherheitsstandards – es empfiehlt sich, das Regelwerk der jeweiligen Veranstaltung vor der Anschaffung zu prüfen.
LARP-Ausrüstung wird in kleinen Stückzahlen aus Naturmaterialien wie Leder, Leinen und Wolle gefertigt – oft in Handarbeit. Historisch angepasste Schnitte, Lederverarbeitung und Metallarbeit für Rüstungsteile sind zeitaufwendig und lassen sich nicht mit industrieller Massenkonfektion vergleichen. Ein solides Einstiegs-Set ist bereits ab 50–150 Euro möglich.
Naturfasern wie Leinen, Baumwolle und Wolle gelten als Standard. Sie sehen im Fackelschein authentisch aus, atmen gut und regulieren die Körpertemperatur – wichtige Eigenschaften bei mehrtägigen Events. Synthetische Materialien fallen im Licht oft unecht aus, stauen Wärme und verlieren schneller die Form.
Für den Einstieg genügen eine robuste Tunika oder ein Hemd, eine passende Hose, ein einfacher Gürtelbeutel und festes Schuhwerk. Damit ist man auf den meisten Veranstaltungen regelkonform und kann das Outfit schrittweise mit Mantel, Waffe und Accessoires ausbauen. Das Budget für ein Basis-Set liegt bei etwa 50–150 Euro.









