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Mittelalter Schnallen bis 20mm Riemen


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Schnallen für Riemen bis 20mm sind die meistverwendete Größe im mittelalterlichen Gewandungsbau – sie passen zu schmalen Alltagsgürteln, Schwertgehängen, Taschenverschlüssen und Wehrgehängen gleichermaßen. In dieser Kategorie findest du historisch orientierte Gürtelschnallen aus Bronze, Messing und Zamak sowie passende Lederriemen, die direkt für dein nächstes Reenactment-Projekt oder LARP-Outfit einsatzbereit sind.

Warum 20mm die universelle Schnallengröße im Mittelalter ist

Warum 20mm die universelle Schnallengröße im Mittelalter ist

Das 20mm-Innenmaß entspricht der häufigsten historisch belegten Riemenbreite für Alltagsgürtel und Gehänge. Museumsfunde aus dem Hoch- und Spätmittelalter zeigen, dass schmale Riemen in dieser Breite besonders verbreitet waren – sie waren günstiger in der Herstellung als breite Gürtel, leichter zu beschlagen und vielseitiger einsetzbar. Ein schmaler Riemen ließ sich sowohl als einfacher Leibgurt unter dem Wappenrock tragen als auch als Tragegurt für Beutel und Taschen verwenden.

Heute ist 20mm der De-facto-Standard für LARP-Gürtel, Schwertgehänge und Taschentriemen. Die Schnallengröße lässt sich mit handelsüblichen Lederriemen dieser Breite direkt kombinieren – kein Beschneiden, kein Anpassen. Wer mehrere Projekte gleichzeitig baut, profitiert davon, dass eine 20mm-Schnalle in fast jedem Kontext funktioniert: vom schlichten Wikingergürtel bis zum reich verzierten spätmittelalterlichen Wehrgehänge.

Materialien: Bronze, Messing und Zamak im Vergleich

Material Eignung Charakter
Bronze Historisch Warmer Rotgold-Ton, patiniert natürlich mit der Zeit; historisch korrekt für Früh- und Hochmittelalter; robuste Legierung mit guter Korrosionsbeständigkeit
Messing Historisch Günstigere Alternative mit ähnlicher Optik; guter Korrosionsschutz; leicht gelblicher Farbton; weit verbreitet in der Szene
Zamak (Zinklegierung) LARP Ermöglicht detailreiche Gussformen und komplexe Ziermotive; leichter als Messing; häufig für Drachen- und Rankenmotive; nicht historizitätskritisch

Für Reenactment-Gruppen, die Wert auf historische Korrektheit legen, sind Bronze- und Messingsschnallen die erste Wahl – beide Materialien sind archäologisch belegt und zeigen im Gebrauch eine natürliche Patina. Zamak-Schnallen eignen sich vor allem dort, wo ein dekoratives Motiv im Vordergrund steht und die Materialwahl weniger streng bewertet wird. Bei der Pflege gilt: Bronze und Messing lassen sich mit handelsüblichen Metallpolituren behandeln, während Zamak empfindlicher auf aggressive Reinigungsmittel reagiert.

Schnallentypen im Überblick: Von Hochmittelalter bis Spätmittelalter

Früh- & Hochmittelalter

6.–12. Jahrhundert

Einfache Rahmen­schnallen in Rechteck- oder Ovalform dominieren. Die D-Schnalle tritt als Übergangsform auf – ein halbrundes Gehäuse mit gerader Dorsalseite für das Riemenende. Wenig Verzierung, klare Funktion. Ideal für frühmittelalterliche und wikingerzeitliche Gewandungen.

Hochmittelalter

13. Jahrhundert

Ab dem 13. Jahrhundert setzt sich die Schnalle mit Niet­platte durch: Das verlängerte Gehäuse wird fest am Riemenende vernäht oder vernietet. Stabiler Sitz, weniger Verrutschen beim Tragen. Kombinierbar mit einfachen Nieten aus dem Sortiment.

Spätmittelalter

14.–15. Jahrhundert

Zierschnallen mit Drachen-, Keltik- oder Rankenmotiven gewinnen an Bedeutung. Riemenzungen-Sets kombinieren Schnalle und Gürtelende als aufeinander abgestimmte Komplettlösung – ein häufiger Museumsfund aus dieser Periode.

Passende Lederriemen: Pflanzlich gegerbt und direkt kombinierbar

Passende Lederriemen: Pflanzlich gegerbt und direkt kombinierbar

Pflanzlich gegerbtes Rindsleder ist die historisch authentische Wahl für mittelalterliche Riemen – das Chromgerbverfahren existierte im Mittelalter schlicht nicht. Die Lederriemen für Mittelalter-Gürtel in dieser Kategorie sind mit Breiten von 15mm und 20mm direkt auf die angebotenen Schnallen abgestimmt, sodass kein Zuschnitt oder aufwendiges Suchen nach kompatiblen Teilen nötig ist.

Erhältlich sind die Riemen in Naturbraun, Hellbraun, Dunkelbraun und Schwarz – je nachdem, welchen Ton deine Gewandung verlangt. Die Länge von ca. 2 Metern erlaubt das Kürzen auf das gewünschte Maß. Wer ein Mittelalter-Täschchen oder eine Gürteltasche aufhängen möchte, findet hier auch schmälere 15mm-Riemen für Schulter- und Trägergurte. Die Kombination aus einer passenden Schnalle und dem dazu abgestimmten Riemen spart Zeit bei der Ausrüstungsplanung und garantiert ein stimmiges Gesamtbild.

Für welche Anwendungen eignen sich Schnallen bis 20mm?

20mm-Schnallen sind die klassische Wahl für schmale Gürtelbänder unter Tunika und Cotte. Im Hoch- und Spätmittelalter trug man oft zwei Gürtel übereinander – einen breiten Beckengürtel und einen schmaleren darüber. Eine einfache Rahmenschnalle oder eine Schnalle mit Nietplatte ist hier die passende Wahl.

Wehrgehänge bestehen typischerweise aus einem breiten Hauptgurt und mehreren schmaleren Hängeriemen für Scheide und Parierhakenriemen. Diese Hängeriemen haben häufig eine Breite von 15–20mm und benötigen entsprechend kleine Schnallen – sowohl einfache Rahmenschnallen als auch Schnallen mit Riemenzunge sind hier gebräuchlich.

Verschlüsse an Mittelaltertaschen und Beuteln verwenden häufig Schnallen in der 20mm-Klasse. Der schmale Riemen passt durch den Verschlusslasche und ermöglicht eine schnelle, aber sichere Fixierung – praktisch auf dem Markt, wenn man schnellen Zugriff auf Inhalt benötigt.

Viele mittelalterliche Lederschuhe werden mit Riemen und Schnallen verschlossen statt mit Schnürsenkeln. Die typische Riemenbreite an historischen Schuhmodellen liegt bei 10–20mm – genau der Bereich, den diese Kategorie abdeckt.

Armschienen, Beinzeug und Schulterplatten werden mit Lederriemen fixiert, die typischerweise 15–20mm breit sind. Hier empfehlen sich Schnallen mit Dorn aus robustem Messing oder Bronze, da diese Verbindungen im Schaukampf oder auf dem Turnierfeld starker Belastung ausgesetzt sind. Die Mittelalter-Armschienen in unserem Sortiment lassen sich direkt mit passenden Riemen und Schnallen dieser Kategorie kombinieren.

Auch im Lagerkontext sind 20mm-Schnallen vielseitig einsetzbar: als Verschluss an Lederranzen, als Fixierung von Zeltplanen-Rollen oder als Anpassungsmöglichkeit an Tragesystemen. Schmale Schnallen sind leicht und fügen sich unauffällig in das Gesamtbild ein.

Schnalle kaufen: Worauf du beim Kauf achten solltest

Schnalle kaufen: Worauf du beim Kauf achten solltest

Das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Gürtelschnalle ist die Übereinstimmung von Innenmaß und Riemenbreite. Eine 20mm-Schnalle passt zu Riemen mit einer Breite von bis zu 20mm – schon ein Millimeter mehr und der Riemen lässt sich nicht mehr sauber durchziehen. Prüfe daher immer die angegebenen Innenmaße im Produktdetail.

Die Dornstärke ist ein oft unterschätztes Merkmal: Ein dünner Dorn aus Zinklegierung kann bei intensiver Marktnutzung oder im Schaukampf schnell verbiegen. Für Anwendungen mit häufigem Öffnen und Schließen oder bei Rüstungsbefestigungen empfehlen sich Schnallen mit massivem Messingdorn. Das Oberflächenfinish – blank poliert, gealtert-gebräunt oder geschwärzt – sollte zur restlichen Gewandung passen: eine polierte Schnalle wirkt fehl am Platz an einem rustikalen Wikingergürtel.

Schnallen mit Nietplatte benötigen zusätzliche Nieten oder Nägel, um am Riemenende fixiert zu werden – das entsprechende Zubehör für Gürtelbeschläge ist im Shop erhältlich. Beachte außerdem die historische Epoche: Keltische Tier- und Rankenmotive sind archäologisch eher in früh- und hochmittelalterlichem Kontext belegt. In einer spätmittelalterlichen Gewandung des 15. Jahrhunderts wirken sie anachronistisch – hier sind schlichte geometrische Formen oder die charakteristischen Beschläge der Spätgotik stimmiger. Die Schnallen bis 15mm und Schnallen bis 30mm in den benachbarten Kategorien ergänzen das Sortiment für schmalere und breitere Riemen.

Vehi Mercatus ist seit über 20 Jahren Fachhandel für Mittelalter und Reenactment. Bei Fragen zu Schnallen, Riemenmaßen oder historischer Einordnung erreichst du das Team telefonisch Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr unter +49 9921 7099288. 30 Tage Rückgaberecht, Trusted Shops zertifiziert.

Ob du einen schlichten Alltagsgürtel für deine nächste Veranstaltung schnürst oder ein komplettes Schwertgehänge aufbaust – mit den richtigen Schnallen und passendem Lederriemen bis 20mm hast du die Basis für eine stimmige, historisch orientierte Ausrüstung. Stöbere durch die Kategorie und finde deine Kombination aus Schnalle, Riemenzunge und Lederriemen – direkt aufeinander abgestimmt.

Häufig gestellte Fragen

Eine Gürtelschnalle mit 20mm Innenmaß ist für Riemen ausgelegt, die exakt bis zu 20mm breit sind. Schon ein Millimeter mehr und der Riemen lässt sich nicht mehr sauber durch das Schnallengehäuse ziehen. Prüfe daher vor dem Kauf immer das angegebene Innenmaß – und achte darauf, dass auch die Riemendicke zur Öffnungshöhe der Schnalle passt.

Eine einfache Rahmenschnalle wird durch das Riemenende gefädelt und mit dem Dorn fixiert – das Riemenende bleibt lose. Eine Schnalle mit Nietplatte besitzt ein verlängertes Gehäuse, das mit Nieten oder Nägeln fest am Riemenende befestigt wird. Diese Variante ist stabiler und war ab dem 13. Jahrhundert weit verbreitet. Für intensive Nutzung auf Märkten oder im Schaukampf ist die Schnalle mit Nietplatte die zuverlässigere Wahl.

Für Reenactment mit hohem Authentizitätsanspruch sind Bronze- und Messingsschnallen die erste Wahl – beide Materialien sind durch Museumsfunde aus dem Früh-, Hoch- und Spätmittelalter belegt. Zamak (Zinklegierung) ermöglicht feinere Verzierungen und ist leichter, ist aber kein historisches Material. Für LARP-Einsatz ist Zamak absolut akzeptabel, für Reenactment-Gruppen mit strengen Regeln besser Bronze oder Messing wählen.

Ja – die angebotenen Lederriemen sind ca. 2 Meter lang und lassen sich mit einem scharfen Ledermesser oder einer Schere auf das gewünschte Maß kürzen. Pflanzlich gegerbtes Rindsleder lässt sich gut schneiden; ein sauberer, gerader Schnitt gelingt am besten mit einem Stahllineal als Führung. Die Schnittkante kann anschließend mit Lederfett versiegelt werden.

Keltische Tier- und Rankenmotive sind in der Archäologie eher im früh- und hochmittelalterlichen Kontext belegt. In einer spätmittelalterlichen Gewandung des 14. oder 15. Jahrhunderts wirken sie anachronistisch. Wer Wert auf Epochentreue legt, greift für das Spätmittelalter besser zu schlichten Rahmen- oder Nietkopfschnallen oder zu den charakteristischen Beschlagformen der Spätgotik.

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