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Germanen Kleidung


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Germanische Kleidung gehört zu den frühesten Trachtentraditionen Mitteleuropas: robuste Tuniken aus Wolle und Leinen, praktische Hosen und fließende Gewänder, die für das Leben in Wald, Dorf und Heerlager gemacht waren. Ob du deine erste Gewandung für einen Mittelaltermarkt zusammenstellst oder als erfahrener Reenactor eine archäologisch informierte Ausrüstung suchst — hier findest du über 200 Artikel, die diesen Stil authentisch umsetzen.

Was trugen die Germanen? Ein Blick auf historische Grundlagen

Was trugen die Germanen? Ein Blick auf historische Grundlagen

Unsere wichtigsten Quellen zur germanischen Kleidung stammen aus zwei Bereichen: römische Schriftquellen wie Tacitus' Germania und Caesars Gallischer Krieg beschreiben die Kleidungsgewohnheiten der Germanen aus der Außenperspektive. Die Archäologie ergänzt dieses Bild durch bemerkenswert gut erhaltene Moorfunde — allen voran das Thorsberger Moor in Schleswig-Holstein, wo Textilien, Schuhe und Hosen aus der Eisenzeit und Völkerwanderungszeit erhalten geblieben sind.

Germanische Männer trugen überwiegend eine knielange Tunika aus Wolle oder Leinen, die mit einem Lederriemen oder Gürtel in der Taille gehalten wurde. Dazu kamen Hosen — entweder kurze, weite Brueche oder längere, engere Schnitte wie die sogenannte Thorsberg-Hose, benannt nach ihrem Fundort. Diese enge Hose mit angearbeiteten Fußlappen gilt als eines der bekanntesten erhaltenen Kleidungsstücke germanischer Provenienz. Wadenwickel aus Wolle oder Leder schlossen die Beinbekleidung nach unten ab.

Germanische Frauen kleideten sich in lange Gewänder, meist mit einem Unterkleid aus Leinen darunter. Fibeln — Gewandschließen aus Bronze oder Eisen — hielten die Gewandung zusammen und dienten gleichzeitig als Schmuck. Ein Gürtel mit Hängeschmuck oder kleinen Alltagsgegenständen war ebenfalls typisch. Tacitus berichtet, dass Frauen häufig dieselben Grundstoffe trugen wie Männer, die Gewänder aber länger und fließender schnitten.

Die germanische Tunika: Herzstück der Gewandung

Die Tunika ist das zentrale Kleidungsstück jeder germanischen Gewandung — für Männer wie für Frauen. Ihr Schnitt ist denkbar einfach und damit zeitlos: T-förmig, mit rundem oder leicht ovalem Halsausschnitt, entweder kurzärmelig oder mit langen, schmalen Ärmeln. Dieser Schnitt lässt sich aus wenigen geraden Stoffbahnen zuschneiden, was ihn historisch plausibel und handwerklich zugänglich macht.

Im Sortiment findest du etwa die Kurzarmtunika Aegir aus schwerem Baumwollstoff — ein vielseitiges Grundstück, das sich leicht mit Gürtel, Hose und Wadenwickel kombinieren lässt. Die Mittelalter Tunika Albrecht mit Borte aus Baumwolle in Weinrot zeigt, wie eine einfache Bortenbesatz an Halsausschnitt und Ärmeln das Erscheinungsbild deutlich aufwerten kann — ein typisches Gestaltungselement, das archäologisch durch Webkanten und Textilreste belegt ist. Für Reenactoren mit Fokus auf Naturfasern ist die Wikinger Tunika aus 100% Wolle eine konsequente Wahl.

Die Wikinger Tunika & Mittelalter Tunika-Kategorie bietet eine breite Auswahl an Schnitten und Materialien für verschiedene Epochen und Nutzungskontexte.

Überblick: Kleidungsstücke für Herren und Damen

Herren

Tunika, Hose & Zubehör

Kurz- und langärmelige Tuniken, Wikinger Hosen und Bruche, Thorsberg-Hose, Wadenwickel und Umhang — die männliche Grundausstattung ist klar strukturiert und gut kombinierbar.

Damen

Kleid, Unterkleid & Übergewand

Lange Trägerkleider, Unterkleider aus Leinen, Übergewänder und Gürtel bilden das Kernrepertoire der weiblichen germanischen Gewandung. Wikinger Kleider für Damen bieten hier einen guten Einstiegspunkt.

Stilrichtungen

Eisenzeit bis Völkerwanderungszeit

Das Sortiment deckt einen weiten Zeitraum ab — von früheisenzeitlichen Grundformen über völkerwanderungszeitliche Schnitte bis hin zu wikingerzeitlich angrenzenden Stücken des Frühmittelalters.

Materialien im Vergleich: Wolle, Leinen und Baumwolle

Material Eignung Eigenschaften
Wolle Historisch Wärmt auch nass, feuchtigkeitsregulierend, archäologisch am besten belegt — ideal für ernsthaftes Reenactment
Leinen Historisch Leicht, atmungsaktiv, historisch für Unterkleider und Sommertextilien belegt; wird durch Waschen weicher
Baumwolle LARP / Markt Meistverwendetes Material im Sortiment — pflegeleicht, guter Tragekomfort, maschinenwaschbar; historisch nicht belegt, aber weit verbreitet für Markt und LARP

Die Eigenmarke Vehi Mercatus setzt konsequent auf Naturfasern — ausschließlich Baumwolle, Leinen und Wolle, kein Synthetik. Die Stoffe werden nach eigenen Vorgaben in Webereien gefertigt, Borten nicht als Massenware zugekauft, sondern nach eigenen Mustern hergestellt. Das betrifft auch die Germanischen Kleidungsstücke aus der Eigenmarke — wer auf synthetikfreie Materialien Wert legt, findet das im Sortiment klar ausgewiesen.

Für wen eignet sich welche Gewandung? Einstieg bis Reenactment

Einstieg · 16–35 €

Baumwolltuniken wie die Kurzarmtunika Aegir bieten eine gute Optik, sind pflegeleicht und ideal für den ersten Mittelaltermaktbesuch oder ein Lagerwochenende. Kein großes Budget nötig — eine Tunika, eine Hose und ein einfacher Gürtel reichen für einen überzeugenden Grundlook.

Mittelstufe · 35–60 €

Detailliertere Verarbeitung, Bortenverzierungen und historisch angelehnte Schnitte für regelmäßige Nutzung auf Märkten und in Reenactment-Gruppen. Die Tunika Albrecht mit Borte ist ein typisches Beispiel für dieses Segment.

Reenactment · ab 60 €

Wollmaterialien, archäologisch informierte Schnitte und sorgfältige Verarbeitung für aktive Reenactoren. Die Wikinger Tunika aus 100% Wolle (ca. 67 €) oder die Thorsberg-Hose Fenris (ca. 42 €) gehören in diese Kategorie.

Authentisch vs. LARP-tauglich: Was passt wozu?

Reenactment / Authentisch
  • Historisch belegte Materialien: Wolle und Leinen bevorzugt
  • Archäologische Fundorte als Referenz (Thorsberger Moor, Damendorf)
  • Sorgfältige Schnittführung nach überlieferten Grundformen
  • Fibeln statt Reißverschlüsse, Lederriemen statt Gummizüge
  • Längere Haltbarkeit bei richtiger Pflege
LARP / Mittelaltermärkte
  • Bewegungsfreiheit und Robustheit im Vordergrund
  • Baumwolle und pflegeleichte Materialien gut geeignet
  • Visuelle Wirkung wichtiger als archäologische Korrektheit
  • Günstigerer Einstiegspreis, leichter Austausch einzelner Teile
  • Viele Tuniken und Kleider funktionieren für beide Kontexte

Gut zu wissen: Pflege und Haltbarkeit deiner Gewandung

Wie lange eine Gewandung hält, hängt stark von der richtigen Pflege ab. Wollgewandung sollte grundsätzlich bei maximal 30 °C im Wollprogramm oder per Hand gewaschen werden — heißes Wasser und Schleudern lassen Wolle einlaufen und verfilzen. Liegend trocknen, nicht hängend, damit die Gewandung ihre Form behält. Leinengewandung profitiert davon, dass der Stoff durch mehrfaches Waschen weicher wird; ein kühler Waschgang bei 30 °C reicht aus. Leinen kann leicht knittern — das ist bei historischen Gewandungen normal und kein Qualitätsmangel.

Baumwolltuniken sind am pflegeleichtesten: maschinenwaschbar bei 40 °C, robuster gegenüber häufigem Waschen. Bei Farbgewandungen empfiehlt sich ein erster Wasch gang allein, um Farbabgabe zu vermeiden. Leder-Accessoires wie Germanische Gürtel oder Germanische Schuhe sollten regelmäßig mit Lederfett behandelt werden — das hält das Material geschmeidig und verhindert Risse. Wer sein Leder richtig pflegen möchte, findet dazu weiterführende Informationen im Vehi-Mercatus-Blog.

Das komplette Germanen-Outfit: Was gehört noch dazu?

Das komplette Germanen-Outfit: Was gehört noch dazu?

Eine Tunika allein macht noch keine vollständige Gewandung. Zum germanischen Gesamtbild gehören mehrere Accessoires, die sowohl funktional als auch optisch wichtig sind.

Gürtel und Riemen sind unverzichtbar — sie halten die Tunika in Form, bieten Aufhängepunkte für Beutel und Messer und gliedern die Silhouette. Einfache Lederriemen ohne Schnalle sind historisch ebenso belegt wie aufwendig beschlagene Gürtel mit Metallzierrat. Schuhe sind ein häufig unterschätztes Element: Germanische Schuhe in Form einfacher Lederschuhe oder Bundschuhe runden das Gesamtbild entscheidend ab. Der Übergang zwischen Tunika und Schuh sollte durch Wadenwickel verbunden werden — sowohl aus ästhetischen als auch aus praktischen Gründen.

Taschen und Beutel wurden am Gürtel getragen, da Kleidung der Germanen keine eingenähten Taschen kannte. Germanische Taschen aus Leder oder Stoff sind daher ein funktionales Element jeder Gewandung. Fibeln zum Verschließen des Gewandes sowie Armreifen aus Bronze oder Eisen gehören zum typischen Schmuckbild — sie sind archäologisch durch unzählige Grabfunde belegt. Für historische Lagerkontexte und Schaukämpfe kommen Germanische Schwerter, Sax und Germanische Messer als Waffen hinzu.

Du hast Fragen zur Auswahl oder Zusammenstellung deiner Gewandung? Das Team von Vehi Mercatus ist telefonisch erreichbar: Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr, Tel. +49 9921 7099288. Mit über 20 Jahren Erfahrung als Fachhandel für Reenactment und Mittelalter sowie Trusted-Shops-Zertifizierung und 30 Tagen Rückgaberecht kannst du in Ruhe stöbern und ausprobieren.

Ob du deinen ersten Mittelaltermarktbesuch planst oder als erfahrener Reenactor deine Gewandung vervollständigst — stöbere durch das Sortiment und finde die Tunika, das Kleid oder das komplette Outfit, das zu deinem Vorhaben passt.

Häufig gestellte Fragen

Germanische Männer trugen üblicherweise eine kniehohe Tunika aus Wolle oder Leinen, kombiniert mit Hosen — entweder weiten Brueche oder engeren Schnitten wie der Thorsberg-Hose. Wadenwickel und einfache Lederschuhe vervollständigten das Outfit. Frauen trugen lange Gewänder, oft über einem Unterkleid aus Leinen, gehalten von Fibeln und einem Gürtel.

Die germanische Tunika ist ein T-förmiges Grundkleidungsstück mit rundem Halsausschnitt und kurzen oder langen Ärmeln. Sie reichte bei Männern bis zu den Knien und wurde mit einem Ledergürtel oder Riemen getragen. Bei Frauen fiel die Tunika länger aus und konnte durch Bortenverzierungen an Halsausschnitt und Ärmeln aufgewertet werden. Wolle und Leinen waren die historisch belegten Materialien.

Beim Reenactment steht historische Korrektheit im Vordergrund: Naturmaterialien wie Wolle und Leinen, archäologisch belegte Schnitte und authentische Accessoires wie Fibeln. Für LARP und Mittelaltermärkte sind Robustheit, Bewegungsfreiheit und Pflegeleichtigkeit wichtiger — Baumwolltuniken sind hier eine praktische und günstigere Wahl. Viele Stücke im Sortiment funktionieren für beide Kontexte gut.

Der Kern jeder germanischen Gewandung besteht aus Tunika, Hose und Gürtel. Dazu kommen Wadenwickel und passende Lederschuhe. Für ein vollständiges Erscheinungsbild empfehlen sich außerdem eine Gürteltasche oder ein Beutel sowie eine Fibel zum Verschließen der Gewandung. Dieses Grundset ist bereits ab ca. 60–90 € zusammenstellbar.

Wollgewandung sollte bei maximal 30 °C im Wollprogramm oder per Handwäsche gereinigt werden — heißes Wasser lässt Wolle einlaufen. Liegend trocknen, nicht in den Trockner. Leinenstücke können bei 30 °C maschinell gewaschen werden und werden durch häufiges Waschen weicher. Baumwolltuniken sind am pflegeleichtesten und vertragen bis zu 40 °C in der Maschine. Leder-Accessoires regelmäßig mit Lederfett behandeln.

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