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Mittelalter Knöpfe


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Historische Knöpfe sind weit mehr als ein funktionaler Verschluss – sie geben einer mittelalterlichen Gewandung Charakter, zeigen handwerkliches Können und verankern ein Outfit in seiner Zeit. Ob Zinnknopf im Stil des 15. Jahrhunderts, Messingknopf mit Blumenmuster oder schlichter Hornknopf: Die Wahl des richtigen Knopfes entscheidet mit darüber, wie glaubwürdig eine historische Gewandung wirkt. Wer eine mittelalterliche Gewandung authentisch ausstatten möchte, sollte auch den Knöpfen die nötige Aufmerksamkeit widmen.

Knöpfe im Mittelalter – ein kurzer Blick in die Geschichte

vor dem 13. Jh.

Fibeln, Nesteln und Haken

Bevor der Knopf als Verschlusselement in Europa Fuß fasste, dominierten Fibeln, Nesteln, Haken und einfache Bänder die mittelalterliche Kleidung. Gewandschließen und Fibelnadeln hielten Mäntel und Umhänge zusammen – der Knopf war noch kein Alltagsgegenstand.

ab dem 13. Jh.

Ausbreitung des Knopfes

Im 13. Jahrhundert verbreitete sich der Knopf als Verschlusselement in Europa rasch. Enger geschnittene Kleidung machte präzise Verschlüsse nötig. Erste Knopffunde stammen aus städtischen Kontexten – ein Zeichen für ihre anfängliche Bedeutung als Statussymbol.

14.–15. Jh.

Spätmittelalter: Zinn, Messing und Bronze

Im Spätmittelalter wurde Zinn eines der häufigsten Metalle für einfache Knöpfe der breiten Bevölkerung. Messing und Bronze standen für gehobene Kleidung. Archäologische Funde belegen Knopfformen wie Kegel, Kugel und Scheibe – sie lassen sich konkreten Epochen und sozialen Schichten zuordnen.

16. Jh.

Renaissance und Neuzeit

Mit der Renaissance wuchs der dekorative Anspruch an Knöpfe deutlich. Hohlknöpfe aus Messing und aufwendig verzierte Scheibenknöpfe fanden sich zunehmend auch an bürgerlicher Kleidung. Motivknöpfe mit Blüten, Tierfiguren und geometrischen Mustern wurden zum gestalterischen Ausdrucksmittel.

Handgegossene Repliken nach historischen Funden

Handgegossene Repliken nach historischen Funden

Der Großteil des Sortiments stammt aus der Eigenmarke Vehi Mercatus und orientiert sich an archäologischen Funden aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Knöpfe werden nach historischen Vorbildern handgegossen – das bedeutet, jedes Stück trägt die charakteristischen Merkmale traditioneller Handarbeit: leichte Oberflächenvariationen, naturnahe Proportionen und eine Haptik, die maschinell gefertigten Knöpfen fehlt.

Die Preise liegen zwischen ca. 0,83 € und 2,10 € pro Stück, was es einfach macht, größere Mengen für eine vollständige Gewandung zu bestellen – denn ein typisches Mittelaltergewand benötigt je nach Schnitt zwischen 8 und 20 Knöpfe. Je nach Produktvariante sind polierte Oberflächen oder ein Antiklook erhältlich, sodass sich Glanz und Patina gezielt einsetzen lassen. Ergänzend findest du im Sortiment auch Gewandschließen für Mäntel und Umhänge sowie Taschen- und Gürtelbeschläge als weiteres Kurzwarenzubehör.

Knopfformen und ihre historischen Vorbilder

Scheibenknopf

13.–17. Jahrhundert

Flach, mit floralem oder geometrischem Motiv – der Scheibenknopf ist eine der am längsten verwendeten Formen. Im Sortiment als Messingknopf mit Blumenmuster, Rosenmotiv oder keltischem Knotenmuster erhältlich. Ideal für Hochmittelalter- und Neuzeitgewandungen.

Kegelknopf & Kugelknopf

Spätmittelalter, 14.–16. Jh.

Dreidimensionale Knopfformen, typisch für das Spätmittelalter. Werden nach archäologischen Funden reproduziert – sowohl in Zinn als auch in Messing. Charakteristisch für die Ärmelreihen spätgotischer Gewandung.

Hohlknopf & Motivknöpfe

Neuzeit, Renaissance

Hohlknöpfe aus Messing sind leichter als Vollknöpfe und gut für Trachten und Neuzeitreenactment geeignet. Motivknöpfe mit Rose, Eichel oder Wikinger-Knotenmuster dienen als stilistisches Ausdrucksmittel je nach kulturellem Kontext.

Welcher Knopf passt zu welcher Gewandung?

Im Frühmittelalter und in der Wikingerzeit wurden Knöpfe noch sparsam eingesetzt. Historisch korrekt sind eher Hornknöpfe oder schlichte Messingknöpfe ohne aufwendiges Motiv. Viele Gewandungen dieser Zeit wurden stattdessen mit Fibeln und Nesteln geschlossen. Für eine Wikinger-Gewandung empfehlen sich Knöpfe mit Knotenmuster oder einfachen geometrischen Formen.

Im Hochmittelalter kamen Scheibenknöpfe aus Messing zunehmend an Ärmeln und Kragen in Mode. Florale Motive und geometrische Muster sind historisch belegt. Ein Mittelalterhemd mit Scheibenknöpfen an der Manschette wirkt sofort authentischer als eine Variante mit modernen Kunststoffknöpfen.

Das Spätmittelalter ist die Hochzeit der historischen Knöpfe: Zinnknöpfe in Kegel- oder Kugelform, Messingknöpfe mit Blumenmuster oder Rosenmotiv und Kegelknöpfe mit Eichelkopf-Motiv sind alle archäologisch belegt. Wer Herrengewandung oder Damengewandung für das 15. Jahrhundert ausstattet, trifft mit Zinnknöpfen oder Messingscheibenknöpfen immer eine sichere Wahl.

Für Neuzeit-Reenactment und Renaissance-Gewandungen bieten sich Hohlknöpfe aus Messing sowie Barock-Scheibenknöpfe an. Diese Formen finden sich auch in der Trachtenmode. Als ergänzendes Verschlusselement eignen sich Nesteln und Nestelschnüre, die als historisch korrekte Alternative zum modernen Knopfloch funktionieren.

Verarbeitung und Befestigung: Was beim Vernähen zu beachten ist

Verarbeitung und Befestigung: Was beim Vernähen zu beachten ist

Historische Knöpfe unterscheiden sich in der Befestigung deutlich von modernen Varianten. Im Sortiment sind beide Bauarten vertreten: Knöpfe mit einer Öse an der Rückseite sowie Knöpfe mit zwei Durchgangslöchern.

Ösenknöpfe werden direkt an den Stoff angenäht, ohne dass ein klassisches Knopfloch nötig ist. Das macht sie besonders gut geeignet für schwere Wollgewandungen, bei denen ein eingeschnittenes Knopfloch den Stoff schwächen würde. Die Öse liegt flach auf dem Stoff auf und hält durch einfaches Umwickeln mit dem Faden.

Knöpfe mit Durchgangsloch lassen sich wie moderne Knöpfe verwenden und erfordern ein passendes Knopfloch oder eine Schlaufe. Hier bieten sich einfarbige Nestelschnüre oder Nestelschnüre mit Messingspitzen als historisch korrekte Alternative an – sie bilden eine Schlaufe, durch die der Knopf geführt wird, und vermeiden damit das Einschneiden eines Knopflochs gänzlich.

Materialien im Vergleich: Messing, Zinn, Horn und mehr

Material Eignung Epoche / Verwendung
Messing Historisch Spätmittelalter bis Neuzeit; robust, goldfarben; vielseitig mit Motiven wie Rose, Blumenmuster oder keltischem Knoten; auch für Reenactment und LARP
Zinn Historisch 14.–16. Jahrhundert; silberfarben, handgegossen; typische Formen Kegel, Pyramide und Kugel; ideal für spätmittelalterliche Reenactment-Gewandungen
Horn LARP Frühes Mittelalter und schlichte Gewandungen; organisches Material, zurückhaltendes Erscheinungsbild; gut für naturnahe oder frühmittelalterliche Outfits
Hohlknopf (Messing) LARP Neuzeit und Trachten; leichter als Vollknöpfe; einfache Verarbeitung; auch für Bühnenkostüme und Faschingsgewandungen geeignet
Vehi Mercatus ist seit über 20 Jahren Fachhandel für Mittelalter, Reenactment und LARP. Bei Fragen zur Knopfauswahl für deine Gewandung erreichst du unser Team telefonisch Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr (+49 9921 7099288) oder im Lagerverkauf vor Ort in Rinchnach. Bestellungen sind durch 30 Tage Rückgaberecht und Trusted Shops-Mitgliedschaft abgesichert.

Mit dem richtigen historischen Knopf rundet sich jede Gewandung zu einem stimmigen Gesamtbild – ob für Reenactment, LARP oder den nächsten Mittelaltermarkt. Stöber durch das Sortiment, kombiniere Messing, Zinn und Horn nach Epoche und Stil, und hol dir bei Fragen gerne Rat über die Beratungshotline.

Häufig gestellte Fragen

Im Mittelalter wurden Knöpfe häufig aus Zinn, Messing und Bronze gefertigt. Zinn war das typische Material für einfache Bevölkerungsschichten, während Messing und Bronze für gehobene Kleidung standen. Daneben finden sich archäologisch auch Knöpfe aus Horn, Knochen und – bei sehr reichen Trägern – aus Silber. Das Sortiment bei Vehi Mercatus umfasst Repliken in Messing, Zinn und Horn, die sich an diesen historischen Befunden orientieren.

Das hängt stark vom Schnitt und der Epoche ab. Eine typische spätmittelalterliche Jacke oder ein Surcot kann 12 bis 20 Knöpfe an Ärmeln und Vorderteil erfordern. Einfachere Tuniken benötigen oft nur 4 bis 8 Knöpfe am Kragen und an den Manschetten. Da die Einzelpreise im Sortiment zwischen ca. 0,83 € und 2,10 € liegen, ist es problemlos möglich, größere Mengen einheitlicher Knöpfe für eine stimmige Gewandung zu bestellen.

Ösenknöpfe haben eine Metallöse an der Rückseite und werden direkt an den Stoff angenäht – ohne Knopfloch. Das ist besonders praktisch bei schweren Wollstoffen, weil kein Schnitt in den Stoff nötig ist. Knöpfe mit Durchgangsloch funktionieren wie moderne Knöpfe und benötigen ein Knopfloch oder eine Schlaufe aus Nestelschnur. Beide Varianten sind im Sortiment vertreten.

Zinnknöpfe in Kegel- oder Kugelform sind typisch für das Spätmittelalter des 14. bis 16. Jahrhunderts. Messingscheibenknöpfe mit floralem Motiv passen zum Hochmittelalter und der frühen Neuzeit. Für Wikinger- und Frühmittelaltergewandungen eignen sich eher Hornknöpfe oder schlichte Messingknöpfe ohne aufwendiges Dekor. Hohlknöpfe aus Messing sind die richtige Wahl für Neuzeit-Reenactment und Trachten.

Ja, historische Knöpfe sind für LARP-Gewandungen und Kostüme genauso geeignet wie für Reenactment. Besonders Hornknöpfe und Hohlknöpfe aus Messing sind leicht zu verarbeiten und auch für selbst genähte Kleidung ideal. Die günstigen Einzelpreise machen es einfach, auch für Kostümprojekte auf hochwertige handgegossene Knöpfe zurückzugreifen, statt auf minderwertige Kunststoffvarianten.

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