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Wikinger Tunika & Mittelalter Tunika


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Die Wikinger Tunika und Mittelalter Tunika gehören zu den vielseitigsten Kleidungsstücken der historischen Gewandung – vom frühmittelalterlichen Wikingerkrieger bis zum hochmittelalterlichen Stadtbürger war die Tunika das zentrale Oberteil der Männerkleidung. Ob für Reenactment, LARP, den nächsten Mittelaltermarkt oder als authentisches Kostüm: Hier findest du über 200 Modelle in Wolle, Baumwolle und Leinen – von der schlichten Untertunika bis zur bestickten Obertunika.

Was ist eine Wikinger Tunika – und wie unterscheidet sie sich vom Mittelalter Hemd?

Was ist eine Wikinger Tunika – und wie unterscheidet sie sich vom Mittelalter Hemd?

Der Begriff Tunika bezeichnet im historischen Kontext ein überwiegend knielanges oder hüftlanges Oberteil ohne Knopfleiste, das über den Kopf gezogen wird. Im Frühmittelalter trugen Männer dieses Kleidungsstück direkt auf der Haut oder über einer leichteren Untertunika. Das Mittelalter Hemd ist dagegen ein modernerer Begriff, der häufig für die Untertunika oder leichtere Basisschicht verwendet wird – die Grenze zwischen beiden Bezeichnungen ist im deutschen Sprachgebrauch fließend.

Die Wikinger Tunika (ca. 8.–11. Jahrhundert) war typischerweise aus Wolle oder Leinen gefertigt, mit langen Ärmeln und einem schlichten, gerade geschnittenen Körper. Im Altnordischen sprach man schlicht von kyrtill (Kyrtel) – ein Wort, das sowohl das Ober- als auch das Untergewand bezeichnen konnte. Die Frage „Wie nennt man Wikingerhemden?" lässt sich also so beantworten: Historisch korrekt heißt es Tunika, Kyrtel oder schlicht Hemd – alle drei Begriffe sind gebräuchlich und meinen im Wesentlichen dasselbe Kleidungsstück.

Im Hochmittelalter (11.–13. Jahrhundert) entwickelten sich die Schnitte weiter: Tuniken wurden figurbewusster, Zierborduüren an Kragen, Ärmelsaum und Saum rückten in den Vordergrund. Im Spätmittelalter übernahmen Wämser und Waffenröcke mehr und mehr die Rolle der Obertunika. Für Wikinger-Gewandungen ist die frühmittelalterliche T-Tunika mit Keileinsätzen nach wie vor die historisch belegte Grundform.

Das komplette Wikinger Outfit: Passende Kombination zur Tunika

Die Tunika bildet das Herzstück jeder Wikinger- oder Mittelalter-Gewandung – doch erst das Zusammenspiel mit den richtigen Begleitstücken ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Als unmittelbare Ergänzung empfiehlt sich ein Wikinger- oder Mittelalter-Gürtel: Er tailliert die oft weit geschnittene Tunika, gibt ihr Form und dient gleichzeitig als Träger für Taschen, Beutel oder ein Trinkhörner-Halter. Historisch belegt ist, dass Wikinger praktisch alles Alltägliche am Gürtel befestigten.

Darunter gehören Mittelalter Hosen oder Beinlinge zur Grundausstattung – eng anliegende Beinlinge aus Wolle entsprechen dem frühmittelalterlichen Vorbild besonders gut. Für kältere Jahreszeiten oder Lagerveranstaltungen bewährt sich das Schichtsystem: eine leichte Untertunika als Basisschicht, darüber die schwerere Wolltunika. Umhänge und Mäntel für Herren schließen das Ensemble nach oben ab und werden mit Fibeln oder Gewandschließen an der Schulter oder Brust gehalten.

Am Gürtel lassen sich Gürteltaschen und Beutel befestigen, die im Lageralltag unverzichtbar sind. Für Kriegerdarstellungen runden ein Wikinger Messer oder eine Axt das Bild eines authentischen Nordmanns ab – zusammen mit passendem Wikinger Schuhwerk ist das Outfit vollständig.

Tunikatypen: Kurz-Tunika, Untertunika und Wolltunika im Überblick

Kurz-Tunika

Oberteil, hüft- bis oberschenkellang

Die Kurz-Tunika – z.B. Erik oder Aegir – ist das Allround-Stück für Mittelaltermarkt, LARP und Reenactment. Aus grob gewebter Baumwolle gefertigt, kombiniert sie Robustheit mit gutem Tragekomfort. Erhältlich in Kurzarm und Langarm, in den Farben Grau, Grün, Braun und Schwarz. Größen S bis XXXXL – Maßangaben je Produkt prüfen.

Untertunika

Leichte Basisschicht aus Baumwolle

Modelle wie Snorri, Lofar und Leif aus 100 % Baumwolle sind als Unterkleid unter der Wolltunika oder allein im Sommer ideal. Ab ca. 18–29 € der günstigste Einstieg ins historische Outfit. Besonders praktisch für lange Lagertage, da leicht und waschbar. Kurzarm- und Langarmvarianten verfügbar.

Wolltunika

Schwer, robust, historisch überzeugend

Die Wolltunika Lodin ist das Flaggschiff für Reenactment und kalte Märkte. Schwerer Wollstoff, langärmelig, in historischen Farben wie Bordeaux, Grau, Grün, Blau und Braun. Trägt sich warm und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina. Für Darstellungen ab dem 9. Jahrhundert erste Wahl. Auch für Damen tragbar (unisex geschnitten).

Farben und Schnitte: Historisch belegt oder modern interpretiert?

Archäologische Funde – allen voran aus dem Ausgrabungsort Haithabu – belegen, dass Wikinger ihre Tuniken mit Pflanzenfarbstoffen in Grau, Braun, Grün und verschiedenen Erdtönen färbten. Färbepflanzen wie Wau (Gelb), Waid (Blau) und Krapp (Rot) waren bekannt, jedoch unterschiedlich aufwendig in der Verarbeitung. Blau und Schwarz galten als Statusfarben – selten und teuer, da Indigo aus dem Fernhandel bezogen werden musste. Heute sind genau diese Farben im Sortiment erhältlich, zum Beispiel die Wolltunika Lodin in Blau oder die Kurz-Tunika Erik in Schwarz.

Die Schnitte der frühmittelalterlichen Tunika basieren auf der sogenannten T-Tunika-Grundform: ein rechteckiges Hauptstück, ergänzt durch Keileinsätze an den Seiten und unter den Armen, die Bewegungsfreiheit sicherstellen. Nur wenige Textilfragmente sind vollständig erhalten; die Rekonstruktion stützt sich auf Grabfunde, Bildquellen und textile Analyse. Die Frage „Welche Kleidung trugen die Wikinger?" lässt sich knapp so beantworten: Tunika, Hose, Gürtel und Mantel bildeten die Grundausstattung – ergänzt durch Fibeln, Schmuck und bei Kriegern durch Waffen und Rüstungsteile.

Ein besonderes Highlight im Sortiment ist die Fischgrät Tunika Tyr: Das typische Fischgrät-Webmuster ist archäologisch aus nordeuropäischen Funden belegt und verleiht der Tunika eine unverwechselbare, authentische Textur – ein gutes Beispiel dafür, wie historisches Wissen in moderne Produkte einfließen kann.

Für wen ist welche Tunika die richtige? Einstieg, Reenactment und LARP

Einstieg · ab 18 €

Die Untertunika Leif, Snorri oder Lofar aus 100 % Baumwolle ist der unkomplizierteste Einstieg: günstig, pflegeleicht und als Basisschicht unter jeder Obertunike tragbar. Ideal für den ersten Mittelaltermarktbesuch, Karneval oder als Kostümbasis. Kombiniere sie mit einer einfachen Mittelalter Hose und einem Gürtel für ein sofort stimmiges Outfit.

LARP & Markt · 33–40 €

Die Kurz-Tunika Erik oder Aegir aus robustem Baumwollstoff ist das Arbeitstier für LARP-Spieler und regelmäßige Marktbesucher. Langlebig, in vielen Farben erhältlich und vielseitig kombinierbar mit Waffenrock oder Wams. Burgschneider liefert mit 173 Artikeln den Großteil des Sortiments – zuverlässige Qualität im mittleren Preissegment.

Reenactment · ab 50 €

Die Wolltunika Lodin richtet sich an erfahrene Reenactoren, die Wert auf historisch überzeugende Darstellungen legen. Schwerer Wollstoff, authentische Farben, unisex tragbar. Ergänze sie mit Wikinger Hosen, Wadenwickeln und einem historischen Gürtel für eine vollständige Frühmittelalter-Gewandung. Die Fischgrät Tunika Tyr (Wolle/Polyester) bietet einen guten Kompromiss zwischen Optik und Haltbarkeit.

Pflege und Haltbarkeit: So bleibt deine Tunika lange schön

Pflege und Haltbarkeit: So bleibt deine Tunika lange schön

Baumwolle und Leinen lassen sich problemlos in der Waschmaschine bei 30–40 °C waschen. Heißes Trocknen im Trockner solltest du vermeiden – beides kann zum Einlaufen führen, besonders bei dichter gewebten Stoffen. Aufhängen zum Trocknen an der Luft ist die schonendste Methode.

Wolle braucht etwas mehr Aufmerksamkeit: Schonwaschgang oder Handwäsche bei max. 30 °C, niemals heiß schleudern. Wollkleidung nach dem Waschen liegend trocknen – aufgehängt verzieht sich der Stoff durch das Eigengewicht. Ein kurzes Auslüften im Freien zwischen den Wäschen verlängert die Pflegeintervalle deutlich.

Bei Mischgeweben wie der Fischgrät Tunika Tyr (60 % Wolle, 37 % Polyester, 3 % Nylon) immer das eingenähte Pflegeetikett als verbindliche Richtschnur nehmen – Mischfasern reagieren oft anders als Reinwolle. Generell gilt: Das Pflegeetikett zuerst prüfen, bevor du ein neues Stück das erste Mal wäschst. Zur Lagerung empfiehlt sich ein trockener, dunkler Platz; nicht zusammengepresst aufbewahren, damit der Stoff nicht dauerhaft Falten zieht.

Materialien im Vergleich: Wolle, Leinen und Baumwolle

Die historischen Originale der Wikingerzeit bestanden ausschließlich aus Wolle und Leinen – Baumwolle war in Nordeuropa bis ins späte Mittelalter nicht verfügbar und wäre für einen Wikinger des 9. Jahrhunderts ein unbekanntes Material gewesen. Für moderne Reproduktionen ist Baumwolle dennoch eine sinnvolle Alternative: Sie ist günstiger, leicht zu pflegen und kommt optisch den Originalen nahe.

Material Historische Eignung Eigenschaften Typische Modelle
Wolle Historisch belegt Warm, feuchtigkeitsregulierend, robust, höherer Pflegeaufwand Lodin, Tyr (Mischgewebe)
Leinen Historisch belegt Leicht, atmungsaktiv, kühlend, knittert leicht Historische Untertunika-Varianten
Baumwolle Moderne Alternative Pflegeleicht, günstig, weich, gute Optik Erik, Aegir, Snorri, Lofar, Leif
Wolle/Polyester Kompromiss Formstabiler als Reinwolle, strapazierfähig, optisch authentisch Fischgrät Tunika Tyr

Die Wolltunika Lodin steht beispielhaft für einen schweren Wollstoff, der sich für Darstellungen im Reenactment eignet – sie liegt gut am Körper, hält warm und entwickelt eine natürliche Optik. Die Untertunikas Snorri, Lofar und Leif aus 100 % Baumwolle hingegen sind die unkomplizierte, alltagstaugliche Wahl. Wer Authentizität mit erhöhter Haltbarkeit verbinden möchte, findet im Mischgewebe der Fischgrät Tunika Tyr einen praktischen Mittelweg.

Vehi Mercatus ist seit über 20 Jahren Fachhandel für Mittelalter und Reenactment mit eigenem Lagerverkauf in Rinchnach (Bayerischer Wald). Telefonische Beratung erreichst du Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr unter +49 9921 7099288. 30 Tage Rückgaberecht, Trusted Shops zertifiziert. Unsere Eigenmarke Vehi Mercatus setzt bewusst ausschließlich auf Naturfasern – kein Synthetik, aktive Entscheidung.

Mit über 200 Modellen von der schlichten Untertunika bis zur schweren Wolltunika findest du hier das passende Stück für jede Darstellung und jedes Budget – such dir dein Lieblingsmodell aus und vervollständige dein Outfit mit passenden Hosen, Gürteln und Schuhen.

Häufig gestellte Fragen

Im Altnordischen bezeichnete man das Gewand als Kyrtill (Kyrtel) – ein Begriff, der sowohl Ober- als auch Untergewand umfasste. Im deutschen Sprachgebrauch sind die Begriffe Tunika, Wikinger Hemd und Wikinger Tunika alle gebräuchlich und meinen im Wesentlichen dasselbe knielange oder hüftlange Oberteil ohne Knopfleiste. Historisch korrekt ist die Bezeichnung Tunika oder Kyrtel am genauesten.

Die Grundausstattung eines Wikingers bestand aus einer langen Tunika, engen Hosen oder Beinlingen, einem Gürtel und einem Wollmantel oder Umhang. Dazu kamen Schuhe aus Leder, Fibeln zum Schließen des Mantels und verschiedenes Zubehör am Gürtel wie Messer, Beutel und Trinkhörner. Wolle und Leinen waren die wichtigsten Materialien – je nach sozialem Status und Anlass in unterschiedlicher Qualität und Farbgebung.

Die Kurz-Tunika (z.B. Erik oder Aegir) ist das robuste Oberteil aus schwerem Baumwollstoff und wird direkt als sichtbares Kleidungsstück getragen – hüft- bis oberschenkellang, in vielen Farben erhältlich. Die Untertunika (z.B. Snorri, Lofar, Leif) ist aus leichterem Baumwollstoff und dient als Basisschicht unter der Obertunike oder als leichtes Sommergewand. Sie ist günstiger und eignet sich besonders als Einstieg.

Für historisch überzeugende Reenactment-Darstellungen ist die Wolltunika Lodin erste Wahl: Schwerer Wollstoff, authentische Farben (Grau, Grün, Bordeaux, Blau, Braun) und ein dem Frühmittelalter entsprechender Schnitt machen sie zum Kernstück einer stimmigen Gewandung. Für ein authentisches Schichtsystem kombiniere sie mit einer leichten Baumwoll-Untertunika als Unterkleid. Die Fischgrät Tunika Tyr mit ihrem archäologisch belegten Webmuster ist eine weitere Option für anspruchsvolle Darstellungen.

Die meisten Tuniken im Sortiment sind in den Größen S bis XXXXL erhältlich, einzelne Modelle auch bis XXXL. Da die Passform je nach Modell und Hersteller variieren kann, empfiehlt es sich, die Maßtabelle im jeweiligen Produktdetail zu prüfen. Tuniken sind historisch bedingt meist eher weit geschnitten – ein Gürtel hilft dabei, die Tunika an die individuelle Körperform anzupassen.

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