Rüstkammer
Die Rüstkammer bei Vehi Mercatus ist dein zentraler Anlaufpunkt für Schwerter, Äxte, Stangenwaffen und Waffenreplikate aus Mittelalter, Wikinger-Zeit und Renaissance. Ob du eine schaukampftaugliche Klinge für aktives Reenactment suchst, ein historisch stimmiges Requisit für den Mittelaltermarkt oder ein dekoratives Sammlerstück — hier findest du rund 50 Artikel in einer Preisspanne von ca. 17 € bis 311 €, die Einsteiger ebenso ansprechen wie ambitionierte Sammler und aktive Schaukämpfer.
Was gehört in eine Rüstkammer? Ein Überblick über das Sortiment

Das Sortiment der Rüstkammer gliedert sich in mehrere Waffengattungen: Schwerter bilden den Kern — von Einhandschwert und Anderthalbhänder über Fechtschwerter bis hin zu Rapieren. Ergänzt werden sie durch Dolche mit Lederscheide, handgeschmiedete Äxte sowie Stangenwaffen wie Corseque und Glefe aus der Renaissance-Periode. Scheiden und Tragezubehör sind separat unter Zubehör für Schwerter erhältlich.
Die drei Hauptmarken im Sortiment sind Battle Merchant (mit Abstand am stärksten vertreten), Vehi Mercatus und Lord of Battles. Die Bandbreite reicht von unkomplizierten Dekoartikeln und Trainingswaffen der Klasse SK-C bis zu handgefertigten Federstahl-Fechtschwertern der Klasse SK-A. Damit deckt die Rüstkammer den Bedarf von Neueinsteigern, die ihren ersten Marktauftritt vorbereiten, bis zu erfahrenen Reenactoren, die gezielt nach historisch belegten Typen suchen.
Epochen in der Rüstkammer: Von Wikingern bis zur Renaissance
Frühmittelalter & Wikinger
Breite Klingen mit markanten Knäufen und einfacher Kreuzparierstange sind das Markenzeichen wikingerzeitlicher Schwerter. Das Dybek-Wikingerschwert aus dem 9./10. Jahrhundert ist ein bekanntes Beispiel — erhältlich als leichtes Schaukampfschwert SK-C. Ergänzend: Wikinger-Äxte und Saxe für ein vollständiges Frühmittelalter-Set.
Hochmittelalter
Kreuzgriffschwerter, Tempelritter-Typen und fränkische Klingen prägen diese Epoche. Das Hochmittelalter-Templerschwert SPQR oder das fränkische Schaukampfschwert SK-B von Hanwei stehen für solide Verarbeitung mit historischem Vorbild. Passend dazu: Hochmittelalter-Helme und Kettenzeug.
Spätmittelalter & Renaissance
Schlanke Fechtschwerter nach Oakeshott-Typen, Anderthalbhänder und Rapiere dominieren den Übergang zur Neuzeit. Konkrete Typen: Tewkesbury (15. Jh.), Shrewsbury SK-B, Fechtschwert Nürnberg SK-A. Für Renaissance-Darstellungen ergänzen Pappenheimer-Rapiere und Corseque-Stangenwaffen das Bild. Antike Sonderformen wie der Gladius oder Kavalleriesäbel runden das Spektrum ab.
Preisstufen in der Rüstkammer: Was bekomme ich für welches Budget?
Dekowaffen, Trainingsschwerter SK-C, einfache Äxte und Dolche mit Lederscheide — ideal für Marktbesucher, Gelegenheitsnutzer und alle, die sich erst orientieren möchten. Beispiele: Mittelalter-Axt ab ca. 37 €, Hodendolch mit Lederscheide ab ca. 50 €, Scheibenknaupfschwert SK-C ab ca. 77 €. Scheiden und Halter werden in dieser Preisstufe meist separat berechnet.
SK-B Schaukampfschwerter und historische Typen wie das Shrewsbury- oder Dybek-Schwert bieten ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis für Reenactment-Darstellungen auf Mittelaltermärkten. Viele Modelle kommen inklusive passender Schwertscheide. Das Dybek-Wikingerschwert SK-C liegt bei ca. 109 €, das Shrewsbury SK-B mit Scheide bei ca. 145 €.
SK-A Fechtschwerter aus gehärtetem Federstahl, handgefertigt, für aktive Schaukämpfer auf Turnieren und intensivem Kampfsporteinsatz. Oakeshott XIV-Typen, das Einhandschwert Konrad von Thüringen, das Satzvey-Fechtschwert oder der Anderthalbhänder Nürnberg SK-A fallen in diese Klasse. Zubehör wie Lederscheiden (ab ca. 34 €) gesondert einplanen.
Schwerter kaufen: Worauf du beim Kauf achten solltest
Die wichtigste Entscheidung beim Schwert-Kauf ist der Verwendungszweck. Daran hängt alles andere: Stahlqualität, Klingengeometrie, Gewicht und Schaukampfklasse.
Stahlqualität und Härtegrad bestimmen unmittelbar die Schaukampftauglichkeit. Federstahl (typisch für SK-A) besitzt eine definierte Klingenflexibilität, die bei Klingentreffern wichtige Sicherheit bietet. Carbonstahl findet sich häufig in Stangenwaffen. Dekorativstahl ist weicher, preiswerter und nicht für Kampfeinsatz geeignet.
Gewicht und Balance entscheiden über die Handhabung. Ein Einhandschwert liegt typischerweise bei 800–1100 g, ein Anderthalbhänder entsprechend schwerer. Ein zu kopflastiges Schwert ermüdet den Arm schnell — ein Merkmal, auf das beim Kauf besonders geachtet werden sollte. Griffmaterial (Holz, Leder, Metall) und Parierstange beeinflussen sowohl Authentizität als auch Tragekomfort.
Lederscheide ist ein oft unterschätztes Zubehör. Nicht jedes Schwert wird mit Scheide geliefert — ein Blick in die Produktbeschreibung lohnt sich. Passende Scheiden findest du separat unter Zubehör für Schwerter.
Äxte, Dolche und Stangenwaffen: Die oft unterschätzten Waffen der Rüstkammer

Mittelalteräxte sind handgeschmiedet und vielseitig einsetzbar — als Schaukampfwaffe für Wikinger- und Frühmittelalter-Darstellungen ebenso wie als markttaugliche Requisite. Die lange Mittelalter-Axt mit 57 cm Gesamtlänge ist ein typisches Beispiel für kompakte Marktware ab ca. 37 €.
Dolche — allen voran der Hodendolch mit geschnitztem Griff und Lederscheide — erlauben eine gürtelfähige Bewaffnung ab ca. 50 €. Der Hodendolch ist ein historisch authentischer Typ des Spätmittelalters, der an breiten Gürteln getragen wurde. Wer nach spezifischeren Formen sucht, findet im Sortiment außerdem Frühmittelalter-Messer und Wikinger-Saxe.
Stangenwaffen wie die Renaissance-Corseque oder Glefe aus Carbonstahl sind eine seltene, aber wirkungsvolle Ergänzung für Schaukampf-Gruppen und Bühnenauftritte. Für eine vollständige Darstellung empfiehlt sich die Kombination mit einem Schild oder Buckler und passender Rüstung.
Schaukampf, Deko oder Sammler? Die drei Nutzungsarten im Vergleich
- SK-A: vollschaukampftauglich, gehärteter Federstahl, für intensive Turniere und Kampfsport
- SK-B: leichter Schaukampf, für Reenactment-Darstellungen und Mittelaltermärkte
- SK-C: Trainings- und Anfängerklasse, weicherer Stahl, für leichte Übungen geeignet
- Gruppe und Veranstalter prüfen Mindestzertifizierung vor dem Kauf
- Nicht schlagfest — ausschließlich für Wanddekoration, Vitrine, Film- und Theaterrequisite
- Oft aufwändige Ausführung mit Scheide und historischem Vorbild (z. B. Wikinger Insel Eigg, Pappenheimer Rapier)
- Günstigere Einstiegspreise, breitere Materialauswahl
- Nicht für Kampfkontakt geeignet — auch nicht für leichte Übungen
Schaukampf-Standards SK-A, SK-B und SK-C erklärt
SK-A bezeichnet die höchste Schaukampfklasse und stellt die schärfsten Anforderungen an Material und Verarbeitung. Klingen aus gehärtetem Federstahl mit definierter Flexibilität, sichere Parierstangen und ein stabiler Griff sind Pflicht. SK-A-Schwerter sind für intensive Turnierkämpfe und aktiven Kampfsporteinsatz geeignet. In der Rüstkammer: Fechtschwert Nürnberg (Anderthalbhänder, ca. 311 €), Satzvey SK-A (ca. 218 €) oder das Einhandschwert Konrad von Thüringen.
SK-B ist der Standard für Reenactment-Darstellungen auf Mittelaltermärkten und reicht für die meisten Gruppen und Veranstalter aus. Die Klingen sind robuster Stahl, aber nicht auf intensiven Turniereinsatz ausgelegt. Beispiele im Sortiment: Tempelritter SPQR SK-B mit Schwertscheide (ca. 235 €), Shrewsbury SK-B (ca. 145 €), Oakeshott XIV SK-B (ca. 218 €). Viele SK-B-Modelle kommen inklusive Lederscheide.
SK-C verwendet weicheren Stahl und ist für leichte Übungen und Anfänger gedacht — nicht für echten Schaukampfkontakt mit Gegnern. Diese Klasse eignet sich zum Einstieg ins Fechten, für Kostümauftritte mit gelegentlichem Waffeneinsatz und als Trainingsgerät. Das Dybek-Wikingerschwert SK-C (ca. 109 €) und das Scheibenknaupfschwert SK-C (ca. 77 €) sind typische Vertreter. Vor dem Kauf unbedingt die Anforderungen der eigenen Gruppe oder des Veranstalters prüfen.
Ob du deine erste Schaukampfwaffe suchst oder eine historisch stimmige Ergänzung für dein Reenactment-Outfit — stöbere durch die Rüstkammer und finde das passende Stück für deinen Einsatzzweck. Bei Fragen zu Schaukampfklassen, Materialien oder historischen Vorbildern erreichst du das Team telefonisch oder direkt im Lagerverkauf in Rinchnach im Bayerischen Wald.
Häufig gestellte Fragen
Die Schaukampfklassen geben an, für welchen Intensitätsgrad eine Waffe geeignet ist. SK-A ist die höchste Klasse mit gehärtetem Federstahl für intensive Turnierkämpfe. SK-B ist der Standard für Reenactment-Darstellungen auf Mittelaltermärkten. SK-C bezeichnet Trainings- und Einsteigerschwerter aus weicherem Stahl, die nicht für echten Kampfkontakt geeignet sind. Welche Klasse du benötigst, richtet sich nach den Anforderungen deiner Gruppe oder des Veranstalters.
Ein solides SK-B-Schaukampfschwert für Reenactment und Mittelaltermarkt kostet typischerweise zwischen 80 und 180 €, oft inklusive Schwertscheide. SK-A-Fechtschwerter aus Federstahl für Turniereinsatz beginnen ab ca. 180 € und reichen bis über 300 € für Anderthalbhänder in Handarbeit. Trainingsschwerter der Klasse SK-C sind bereits ab ca. 77 € erhältlich.
Viele Schwerter in der Rüstkammer werden inklusive passender Schwertscheide oder Lederscheide verkauft — das ist in der Produktbezeichnung mit 'inkl. Schwertscheide' gekennzeichnet. Wo keine Scheide enthalten ist, findest du passende Lederscheiden separat in der Kategorie Zubehör für Schwerter. Eine Scheide ist besonders für den Markteinsatz und den sicheren Transport empfehlenswert.
Für einen ersten Mittelaltermarktauftritt empfehlen sich ein SK-C-Trainingschwert oder ein einfaches SK-B-Schwert aus dem Mittelsegment. Wer zur Wikinger-Darstellung greift, ist mit dem Dybek-Wikingerschwert SK-C gut beraten. Wer lieber eine kompakte Waffe möchte, findet mit einem Hodendolch oder einer Mittelalter-Axt einen günstigeren Einstieg ab ca. 37–50 €.
Ja, ein Teil des Sortiments ist ausdrücklich als Deko-Artikel ausgewiesen und eignet sich für Wanddekoration, Vitrine, Film- und Theaterrequisiten. Beispiele sind das Wikinger-Schwert Insel Eigg oder der Pappenheimer Rapier. Diese Artikel sind nicht schlagfest und sollten nicht für Kampfkontakt verwendet werden. Für Film- und Theaterproduktionen lohnt sich außerdem ein Blick in die Kategorie Film und Theater Requisiten.









