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Verbrauchsmaterial


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Wer historische Gewandung, Taschen oder Rüstungsteile selbst fertigen will, braucht mehr als handwerkliches Geschick – er braucht die richtigen Rohteile und Zubehörmaterialien. In der Kategorie Verbrauchsmaterial findest du Beschläge, Taschenbügel, Ortbleche und weitere Kleinteile, die aus einem Rohling ein fertiges, authentisches Stück machen. Ob erste Beuteltasche oder aufwendig beschlagene Schwertscheide: Hier liegt der Ausgangspunkt jedes selbst gefertigten Objekts.

Was gehört zum Verbrauchsmaterial für Mittelalter und Reenactment?

Was gehört zum Verbrauchsmaterial für Mittelalter und Reenactment?

Verbrauchsmaterial ist im Mittelalter- und Reenactment-Kontext ein Sammelbegriff für all jene Beschläge, Zierteile und Halbzeuge, die nicht fertig getragen werden, sondern als Ausgangspunkt eigener handwerklicher Arbeit dienen. Anders als ein fertiger Mittelalter-Beutel oder ein gebrauchsfertiger Mittelalter-Gürtel ist Verbrauchsmaterial der erste Schritt – das Rohmaterial, aus dem du dein eigenes Stück entwickelst.

Das Sortiment gliedert sich in mehrere Unterkategorien:

  • Blech – Metallhalbzeug für Scheidenrohlinge und Rüstungsteile
  • Nieten, Ringe und Verteiler – Verbindungselemente für Leder- und Riemenarbeiten
  • Lederriemen aus Rindsleder – Ausgangsmaterial für Gürtel und Riemenwerk
  • Taschenbügel – strukturgebendes Element für historische Beutelkonstruktionen
  • Ortbleche – Abschlussbeschläge für Schwertscheiden
  • Leder und Rohhaut – vielseitiges Basismaterial für Scheiden, Taschen und Bindungen
  • Lederfarbe und Lederfett – Pflege- und Veredelungsprodukte für Lederarbeiten
  • Pflegeprodukte – für die Langlebigkeit deiner fertigen Stücke

Typische Anwendungsbereiche sind der Taschenbau, das Anfertigen von Schwertscheiden, Gürtelarbeiten und die Reparatur von Rüstungsteilen. Die Kategorie ist eingebettet in die übergeordnete Rubrik Machs dir selbst, die alle DIY-Materialien des Shops bündelt.

Schwertscheiden-Ortblech und weitere Metallbeschläge

Das Ortblech ist der Abschlussbeschlag am unteren Ende einer Schwertscheide – es schützt die Scheide vor Verschleiß und setzte im Mittelalter zugleich ein optisches Zeichen. Besonders bei nordischen Scheiden war die Verzierung des Ortblechs historisch belegt: Silbertauschierungen und reliefierte Oberflächen finden sich in zahlreichen archäologischen Funden aus skandinavischen Gräbern des 9. und 10. Jahrhunderts.

Das versilberte Wikinger-Ortblech im Sortiment greift diese Tradition auf – reich verziert und geeignet für den Bau eigener Wikingerschwerter-Scheiden. Wer darüber hinaus Scheidenrohlinge oder Rüstungsteile selbst fertigen möchte, findet in der Unterkategorie Blech passendes Metallhalbzeug als Ausgangsmaterial. Ergänzend dazu lassen sich Beschläge und Schlosselemente in der Kategorie Haken, Nägel, Beschläge, Schlösser finden.

Welche Materialien wurden im Mittelalter verwendet? – Historischer Hintergrund

Welche Materialien wurden im Mittelalter verwendet? – Historischer Hintergrund

Mittelalterliche Handwerker arbeiteten mit einem überschaubaren, aber äußerst vielseitigen Materialrepertoire: Leder, Eisen, Messing, Buntmetalle, Holz, Knochen und Horn bildeten die Grundlage nahezu aller Alltagsgegenstände, Waffen und Ausrüstungsteile. Jedes dieser Materialien hatte seinen spezifischen Einsatzbereich – und seine eigene handwerkliche Logik.

Messing und Bronze wurden für Beschläge und Schnallen bevorzugt, weil sie korrosionsbeständiger als Eisen sind und sich mit einfacherem Werkzeug formen lassen. Archäologische Funde aus Stadtgrabungen zeigen, dass Messingschnallen und -nieten ab dem Frühmittelalter flächendeckend verbreitet waren – bei Bauern ebenso wie bei Handwerkern.

Leder war das universelle Baumaterial des Mittelalters: vegetabil gegerbt, naturbraun, und je nach Stärke geeignet für Taschen, Scheiden, Riemen und Schuhe. Vegetabiles Gerben – mit Baumrinde und pflanzlichen Gerbstoffen – war das einzige bekannte Verfahren bis ins späte Mittelalter und erzeugt ein Material, das sich besonders gut formen, färben und nachbehandeln lässt. Rohhaut (ungegerbtes Leder) fand bei der Bogenherstellung und für Bindungen Verwendung – sie schrumpft beim Trocknen und erreicht so eine enorme Zugfestigkeit.

Für authentisches Reenactment und LARP ist dieses Materialwissen keine akademische Spielerei, sondern praktische Grundlage jeder Kaufentscheidung: Wer weiß, warum Messing für Schnallen historisch korrekt ist, greift nicht zur Zinklegierung. Wer vegetabiles Leder kennt, versteht, warum es sich anders verhält als moderne Chromlederware.

Unterkategorien im Überblick: Vom Niet bis zum Lederriemen

Metallblech bildet den Rohling für Scheidenteile, Rüstungsverstärkungen und dekorative Applikationen. Es lässt sich schneiden, biegen und nieten – und ist damit das flexibelste Halbzeug im Sortiment. Wer keine fertige Scheide kaufen, sondern eine eigene konstruieren möchte, beginnt hier.

Handgeschmiedete Nägel unterscheiden sich optisch und strukturell von industriell gefertigten Verbindungsmitteln. Für sichtbare Verbindungen an historischen Objekten – Kisten, Beschläge, Holzarbeiten – sind sie die authentischere Wahl.

Vegetabil gegerbtes Leder und Rohhaut sind das Rohmaterial für Taschen, Scheiden, Bindungen und Riemenwerk. Rohhaut eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Zugfestigkeit nach dem Trocknen gefragt ist – klassischerweise in der Bogenherstellung und für Zurrungen.

Ungefärbtes Leder verändert sich ohne Behandlung: Es trocknet aus, wird spröde und verliert Flexibilität. Lederfarbe ermöglicht individuelle Farbgebung und Antikeffekte, Lederfett schützt vor Witterungseinflüssen und Rissen. Beide Produkte gehören zum Abschluss jedes Lederarbeitsprojekts dazu.

Lederriemen aus Rindsleder sind vegetabil gegerbt und in 2-Meter-Längen erhältlich – ideal als Ausgangsmaterial für selbst gefertigte Gürtel, Riemenwerk an Rüstungen oder Trageriemen für Taschen. Die Riemenbreite bestimmt die passende Schnalle.

Nieten verbinden Lederlagen dauerhaft und setzen optische Akzente. Ringe und Verteiler sind essenziell für Riemenwerk an Rüstungen und Tragegurten. Zusammen mit Schnallen bilden sie das Grundgerüst jeder Leder- und Riemenarbeit. Ergänzend dazu bietet der Shop Nieten, Ringe und Verteiler in verschiedenen Ausführungen.

Pflegeprodukte schließen den Herstellungsprozess ab und verlängern die Lebensdauer. Neben Lederfarbe und Lederfett gehören dazu Mittel für Metallteile und Beschläge. Wer in ein selbst gefertigtes Objekt Zeit und Material investiert hat, sollte es auch langfristig erhalten wollen.

DIY im Mittelalter-Hobby: Was lässt sich mit Verbrauchsmaterial selbst bauen?

Die klassischen Selbstbauprojekte im Mittelalter-Hobby reichen vom einfachen Lederbeutel bis zur aufwendig beschlagenen Schwertscheide. Wer mit Verbrauchsmaterial arbeitet, bewegt sich dabei in einer handwerklichen Tradition, die auf Märkten und in Werkstätten bis heute lebendig ist – Gürtel beschlagen, Riemen schneiden, Taschen nähen sind keine theoretischen Übungen, sondern gelebte Praxis.

Einstiegsprojekte für Anfänger: Eine Beuteltasche mit Einzelteilen für den Taschenbau ist ein idealer erster Schritt. Taschenbügel, ein kurzer Lederriemen und ein Niet-Set reichen für einen ersten funktionalen Beutel aus. Die Kombination mit Nähbedarf und Nesteln eröffnet schnell weitere Gestaltungsmöglichkeiten.

Anspruchsvollere Projekte für Erfahrene: Ortbleche und Blechhalbzeug ermöglichen den Bau eigener Schwertscheiden mit individueller Beschlagarbeit. Ledergürtel mit selbst gesetzten Nieten und Mittelalter-Schnallen für Gürtel und Taschen gehören ebenfalls in diese Kategorie. Riemenwerk für Rüstungen – Schulterriemen, Befestigungsgurte, Beinzeughalter – setzt etwas mehr Erfahrung im Umgang mit Leder voraus, ist aber mit dem richtigen Material gut umsetzbar.

Alle DIY-Materialien des Shops sind in der übergeordneten Rubrik Machs dir selbst gesammelt – Borten, Nähbedarf, Nesteln und Schnallen ergänzen das Verbrauchsmaterial als Geschwisterkategorien.

Für Einsteiger und Erfahrene: So findest du das richtige Material

Einstieg · ab 13,40 €

Taschenbügel mit Ösen (13,5 cm, Messing) kombiniert mit einem kurzen Lederriemen und einem einfachen Niet-Set – das reicht für einen ersten funktionalen Mittelalter-Beutel. Überschaubare Investition, direktes Erfolgserlebnis, idealer Einstieg ins Thema Lederarbeit.

Fortgeschritten · 15–17 €

Breitere Taschenbügel (17,5 cm) in Messing oder versilbert für größere Beutelkonstruktionen, kombiniert mit konfektionierten Lederriemen aus Rindsleder. Für Projekte, bei denen Optik und Stabilität gleichermaßen gefragt sind.

Komplexe Eigenbauten · bis 21 €

Wikinger-Ortblech versilbert für den Bau eigener Schwertscheiden, Blechhalbzeug für Rüstungsapplikationen – für Reenactoren, die ein fertiges, historisch stimmiges Objekt von Grund auf selbst konstruieren wollen. Bei Fragen zur Materialwahl hilft das Team telefonisch weiter.

Leder pflegen und veredeln: Lederfarbe und Lederfett richtig einsetzen

Naturbraunes, ungefärbtes Leder ist ein lebendiges Material – es reagiert auf Feuchtigkeit, Wärme und mechanische Belastung. Ohne Behandlung trocknet es aus, wird spröde und verliert seine Formbarkeit. Deshalb ist Lederpflege kein optionaler Schritt, sondern integraler Bestandteil jedes Lederarbeitsprojekts.

Lederfarbe und Lederfett erfüllen dabei zwei unterschiedliche Funktionen: Lederfarbe verändert die Optik und erzeugt – bei manueller Auftragung – authentische Antikeffekte durch ungleichmäßige Absorption. Historisch war das Einfärben von Leder durch pflanzliche und mineralische Farbstoffe weit verbreitet; der individuell eingefärbte Antiklook, den du heute durch manuelle Behandlung erzeugst, entspricht in seiner Unregelmäßigkeit dem, was an mittelalterlichen Originalen zu sehen ist.

Lederfett hingegen schützt die Lederstruktur: Es dringt in die Fasern ein, verhindert Austrocknung und macht das Material widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse. Bei selbst gefertigten Objekten, die auf Märkten oder bei Reenactment-Veranstaltungen im Freien getragen werden, ist regelmäßige Nachbehandlung mit Lederfett keine Luxus-, sondern eine Erhaltungsmaßnahme.

Ein praktischer Hinweis: Industriell vorbehandeltes Leder und naturbraunes Rohlederbedürfnis unterscheiden sich in ihrer Aufnahmekapazität für Farbe und Fett deutlich. Naturbraunes Leder saugt bei der ersten Behandlung mehr auf – das ist gewollt und kein Fehler.

Taschenbügel: Das Herzstück jeder historischen Beuteltasche

Taschenbügel: Das Herzstück jeder historischen Beuteltasche

Der Taschenbügel ist das strukturgebende Element einer historischen Beuteltasche. Er hält die Taschenöffnung offen, nimmt den Riemen auf und definiert die Form der gesamten Konstruktion. Ohne einen passenden Bügel lässt sich kein funktional stimmiger Beutel bauen.

Im Sortiment finden sich Taschenbügel in zwei Breiten – 13,5 cm und 17,5 cm – und in zwei Oberflächen: Messing natur und versilbert. Die Ösen-Varianten ermöglichen eine besonders einfache Befestigung von Lederriemen ohne aufwendige Näharbeit. Die versilberten Ausführungen eignen sich für Beutel, die einen hochwertigeren, zierlicheren Look anstreben.

Historisch sind Bügeltaschen vor allem im Spätmittelalter belegt – bei Bürgern, Handwerkern und Kaufleuten, die einen praktischen, am Gürtel getragenen Behälter für Münzen und Kleingegenstände benötigten. Die Form variierte regional, der Grundaufbau aus Bügel, Lederlasche und Riemen blieb aber weitgehend konstant.

Messing als Werkstoff ist dabei nicht nur eine historisch korrekte Wahl, sondern auch eine praktische: Es korrodiert kaum, lässt sich gut löten und bearbeiten, und entwickelt mit der Zeit eine charakteristische Patina, die dem fertigen Objekt zusätzliche Authentizität verleiht. Wer zusätzlich fertige Taschen und Beutel als Referenz oder Ergänzung sucht, findet diese in der Kategorie Mittelalterliche Beutel.

Vehi Mercatus ist seit über 20 Jahren Fachhandel für Mittelalter, LARP und Reenactment – das Sortiment im Bereich Verbrauchsmaterial ist aus der handwerklichen Praxis heraus entwickelt worden. Trusted Shops Mitglied, 30 Tage Rückgaberecht. Telefonische Beratung zu Materialfragen Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr unter +49 9921 7099288.

Ob dein erstes selbst genähtes Beutelchen oder ein aufwendig beschlagenes Schwertgehänge – mit dem richtigen Verbrauchsmaterial aus dem Sortiment von Vehi Mercatus hast du alles zur Hand, was du für authentische Eigenbauten brauchst. Stöber durch die Unterkategorien oder ruf einfach an, wenn du dir bei der Materialwahl unsicher bist.

Häufig gestellte Fragen

Messing und Bronze waren die bevorzugten Materialien für Beschläge, Schnallen und Nieten – wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit und der leichteren Verarbeitbarkeit im Vergleich zu Eisen. Archäologische Funde belegen ihre flächendeckende Verwendung vom Frühmittelalter an, bei Bauern und Handwerkern ebenso wie bei wohlhabenderen Schichten. Für authentisches Reenactment ist Messing daher die erste Wahl.

Ein Ortblech ist der Abschlussbeschlag am unteren Ende einer Schwertscheide. Es schützt die Scheide vor Verschleiß und hatte im Mittelalter zugleich eine dekorative Funktion – besonders bei nordischen Schwertern finden sich reich verzierte, silbertauschierte Ortbleche in archäologischen Funden. Wer eine eigene Schwertscheide bauen möchte, benötigt ein passendes Ortblech als Abschluss.

Bei Taschenbügeln mit Ösen wird der Lederriemen durch die seitlichen Ösen geführt und dann vernäht oder mit einer Niete gesichert – das ist die einfachste und beliebteste Methode. Bei Bügeln ohne Ösen wird das Leder um den Bügelrahmen herumgefaltet und vernäht. Für beide Varianten ist handelsübliches Leinengarn oder Sattlergarn geeignet.

Für Kleidung dominierten Wolle und Leinen – beide aus natürlichen Rohstoffen, je nach Region und sozialer Schicht in unterschiedlichen Qualitäten. Seide war Luxusgut und blieb wohlhabenderen Schichten vorbehalten. Für Ausrüstungsteile wie Taschen, Scheiden und Gürtel war Leder das universelle Material, vegetabil gegerbt und häufig mit Messing- oder Bronzebeschlägen versehen.

Als Einstieg reicht eine überschaubare Grundausstattung: ein Taschenbügel in der gewünschten Breite (13,5 oder 17,5 cm), ein kurzer Lederriemen, ein paar Nieten und ein Stück vegetabil gegerbtes Leder für die Taschenwand. Optional lässt sich mit Lederfarbe noch ein Antikeffekt erzeugen. Die gesamten Materialkosten für einen ersten Beutel bleiben gut im zweistelligen Eurobereich.

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