Larp Kleidung Frauen
LARP-Kleidung für Frauen – mehr als ein Kostüm
Eine gute Larp-Gewandung beginnt nicht mit dem Accessoire, sondern mit der richtigen Basis. Ob du als Wikingerin durch ein Frühjahrslager ziehst, auf dem Mittelaltermarkt deine erste Saison machst oder auf einem Con eine fantasy-inspirierte Rolle verkörperst – das Schichtsystem der Damen-Gewandung bestimmt, wie authentisch, komfortabel und flexibel du am Ende gekleidet bist. In dieser Kategorie findest du über 200 Artikel aus dem Haus LARP-Kleidung, von Burgschneider und Battle Merchant, mit Preisen zwischen 20 und 59 Euro.
Unterkleid, Überkleid, Trägerkleid – die Grundbegriffe der Damen-Gewandung

Das Herzstück jeder historisch inspirierten Frauengewandung ist das Schichtsystem. Das Unterkleid sitzt direkt am Körper: langärmelig, relativ eng anliegend, meist knöchellang. Es bildet die erste Schicht und ist sowohl für Wikinger-Settings als auch für spätmittelalterliche Gewandungen die unverzichtbare Basis. Das bekannteste Modell in dieser Kategorie ist das Unterkleid Freya – es wird in zahlreichen Farben geführt (Schwarz, Natur, Lindgrün, Grün, Waidblau, Hanf) und besteht aus 100 % ungekämmter Baumwolle mit einem leicht groben Griff, der gut zum Frühmittelalter passt.
Darüber kommt entweder ein Trägerkleid (ärmelloses Kleid, das über die Schultern fällt, typisch für den Wikinger-Stil) oder ein Überkleid mit Ärmeln, das eher dem Hochmittelalter und Spätmittelalter entspricht. Das Trägerkleid Jodis aus Wolle und das Trägerkleid Frida aus Baumwolle sind klassische Vertreter dieser Ebene. Das Überkleid Haithabu orientiert sich an Fundstücken aus dem 8. und 9. Jahrhundert und funktioniert solo als einfachste Einstiegsvariante oder als Kombination mit dem Freya-Unterkleid.
Der Vorteil dieses modularen Systems: Du kannst dieselben Kleidungsstücke in verschiedenen Kombinationen tragen, die Schichten je nach Witterung an- oder ablegen und dein Outfit Schritt für Schritt ausbauen. Für Kinder sind ebenfalls Varianten im Sortiment vorhanden – die Mittelalter-Kleidung für Kinder folgt denselben Schnittlogiken.
Das richtige Outfit für jeden Anlass – Einstieg bis Vollgewandung
Das Überkleid Haithabu oder das Trägerkleid Frida aus ungekämmter Baumwolle sind die unkomplizierteste Einstiegsoption. Beide Stücke funktionieren allein, sind günstig in der Anschaffung und lassen sich später problemlos durch ein Unterkleid ergänzen. Ideal für den ersten Mittelaltermarktbesuch oder ein LARP-Einsteiger-Event.
Wer das Unterkleid Freya mit dem Trägerkleid Jodis (Wolle) oder einem Überkleid Haithabu kombiniert, hat bereits eine vollwertige, bühnenreife Gewandung für Mittelaltermarkt und LARP-Con. Das Winter-Unterkleid Thora aus wärmeregulierender Wolle ist eine sinnvolle Ergänzung für kältere Veranstaltungen und Heerlager.
Die nächsten Ausbaustufen sind ein Larp-Rock, eine Larp-Bluse als zusätzliche Schicht, dazu ein Mittelalter-Umhang für Kälte und Regen sowie passendes Schuhwerk. Wer darüber hinaus auf historische Stimmigkeit achtet, ergänzt mit Fibeln, Gürtel und Schmuck – mehr dazu im letzten Abschnitt.
Materialien im Vergleich: Baumwolle, Wolle und was dahintersteckt
Die Materialwahl ist bei langen Markttagen und mehrtägigen Heerlager-Aufenthalten keine Nebensache. Naturmaterialien regulieren die Körpertemperatur aktiv – ein Vorteil, den du an einem schwülen Augusttag auf einem Außengelände deutlich spüren wirst.
| Material | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| 100 % Baumwolle (ungekämmt) | Historisch | Atmungsaktiv, hautfreundlich, maschinenwaschbar; leichter, grober Griff; Hauptmaterial im Sortiment |
| Wolle (z. B. Trägerkleid Jodis) | Historisch | Formstabil, wärmend, für Herbst- und Winterveranstaltungen sowie Heerlager geeignet |
| Polyester-Anteil (vereinzelt) | LARP | Günstiger in der Herstellung, robuster bei starker Beanspruchung; bei langer Tragedauer weniger komfortabel als Naturfaser |
Die Eigenmarke Vehi Mercatus setzt bei ihren Artikeln ausschließlich auf Naturfasern (Baumwolle, Leinen, Wolle) – eine aktive Entscheidung, keine Selbstverständlichkeit. Bei Artikeln anderer Hersteller im Sortiment solltest du den Materialanteil in der Produktbeschreibung prüfen, wenn dir das wichtig ist. Zur Pflege: Baumwoll-Unterkleider können in der Regel bei 30–40 °C in der Maschine gewaschen werden; Wolle benötigt ein schonendes Wollwaschprogramm oder Handwäsche.
Epochen und Stile: Von der Wikingerin bis zum Spätmittelalter
Frühmittelalter / Wikingerzeit
Trägerkleid (Jodis, Frida) über Unterkleid (Freya) – diese Kombination orientiert sich an Fundstücken aus Haithabu und vergleichbaren skandinavischen Grabungsstätten. Die Schnitte sind weit und funktional, die Farben geerdet. Ergänzt mit Wikinger-Fibeln und einem schmalen Gürtel entsteht ein stimmiges Frühmittelalter-Bild. Ideal für Wikinger-LARP-Settings, Frühjahrslager und historisch orientierte Cons.
Hochmittelalter & Spätmittelalter
Spätmittelalterliche Überkleider haben andere Schnitte: Taillenbetonung, längere Passform, oft strukturierterer Stoff. Das Sortiment enthält spezifisch als „Spätmittelalterliches Kleid" bezeichnete Modelle, die sich für Hochmittelalter-Reenactment und Burgfest-Events eignen. Kombination mit einer Mittelalter-Bluse als Unterkleid-Ersatz möglich.
Fantasy-LARP
Fantasy-Settings sind nicht an historische Vorbilder gebunden – hier zählen Atmosphäre und Spielbarkeit. Viele der Kleider in dieser Kategorie (besonders von Burgschneider) lassen sich für Elben-Charaktere, Magierinnen oder Waldbewohner einsetzen. Die LARP-Kleider für Damen und Elben-Kleidung bieten weitere Optionen für diesen Bereich.
Passform und Größen: Was du vor dem Kauf wissen solltest

Mittelalterliche Schnitte weichen systematisch von modernen Konfektionsgrößen ab. Überkleider und Trägerkleider sind meist im Trapezschnitt gehalten – sie fallen locker über die Hüfte und sind bewusst weiter geschnitten. Das Unterkleid dagegen soll körpernah sitzen, damit es als saubere erste Schicht dient und nicht unter dem Trägerkleid hervorquillt.
Empfehlung: Nutze immer die tabellarischen Maßangaben in der Produktbeschreibung und vergleiche sie mit deinen eigenen Körpermaßen (Brust, Taille, Hüfte, Körperlänge) – nicht nur das Etikett-Größen-Kürzel. Gerade bei Wolle kann es durch die Materialstruktur zu Abweichungen kommen. Wenn du zwischen zwei Größen liegst, wähle beim Unterkleid eher kleiner, beim Träger- oder Überkleid eher größer.
Für unsichere Fälle – besonders wenn du für Reenactment eine möglichst passgenaue Gewandung suchst – ist eine telefonische Rücksprache sinnvoll. Mittelalter-Kleidung für Damen in größeren Größen sowie Mittelalter-Kleidung für Mädchen finden sich in separaten Kategorien.
Das Gesamtbild: Gewandung mit Schuhen, Gürtel und Schmuck vervollständigen

Ein Kleid allein macht noch keine Gewandung. Was das Gesamtbild trägt – oder bricht – sind die Ergänzungen. Das fängt beim Schuhwerk an: Wer in modernen Sneakern unter dem Trägerkleid steht, verliert sofort die Stimmung. Larp-Schuhe und Wikinger-Schuhe sind der unkomplizierteste nächste Schritt, um das Gesamtbild zu schließen.
Für die Wikingerzeit gehört die Fibel direkt zur Funktion der Gewandung: Das Trägerkleid wird ursprünglich mit zwei Fibeln an den Trägern geschlossen – nicht nur Dekoration, sondern strukturgebend. Wikinger-Fibeln und Ringfibeln findest du im Schmucksortiment. Dazu kommt ein schmaler Mittelalter-Gürtel, der das Unterkleid in der Taille fasst und gleichzeitig als Träger für Taschen und Beutel dient – auf dem Markt unverzichtbar.
Wer das Outfit weiter ausbauen möchte, findet im Mittelalter-Schmuck-Sortiment passende Ketten, Armreifen und Ohrringe – und in den Mittelalter-Umhängen Schutz für kältere Tage auf Außengeländen.
Mit einem soliden Unterkleid, dem passenden Träger- oder Überkleid und den richtigen Ergänzungen bist du für Mittelaltermarkt, Heerlager und LARP-Con ausgestattet. Stöbere durch das Sortiment und stell dir deine Gewandung Schicht für Schicht zusammen.
Häufig gestellte Fragen
Das Unterkleid ist die körpernahe Basisschicht mit langen Ärmeln – es wird direkt auf der Haut getragen und dient als Grundlage für jede weitere Schicht. Das Trägerkleid ist ärmelloses Oberteil, das über das Unterkleid gezogen wird und typisch für den Wikinger-Stil ist. Ein Überkleid hat Ärmel und entspricht eher dem Hochmittelalter oder Spätmittelalter. Alle drei Kleidungsstücke lassen sich modular kombinieren und schrittweise ergänzen.
Das Überkleid Haithabu oder das Trägerkleid Frida aus Baumwolle sind mit rund 25 Euro die günstigste Einstiegsoption und funktionieren auch allein als vollständige einfache Gewandung. Wer direkt ein Schicht-Outfit aufbauen möchte, kombiniert eines dieser Stücke mit dem Unterkleid Freya – das ergibt bereits eine bühnenreife Gewandung für ca. 67 Euro Gesamtinvestition.
Beide Naturfasern sind synthetischen Stoffen bei langer Tragedauer deutlich überlegen, weil sie die Körpertemperatur aktiv regulieren und nicht an der Haut kleben. Baumwolle ist leichter und eignet sich gut für die wärmeren Monate. Wolle (z. B. Trägerkleid Jodis) hält wärmer, ist formstabiler und eignet sich besser für Herbst- und Winterveranstaltungen sowie Heerlager mit Nachtlager.
Mittelalterliche Schnitte weichen von modernen Konfektionsgrößen ab. Am zuverlässigsten ist es, die Maßtabelle in der jeweiligen Produktbeschreibung mit deinen eigenen Körpermaßen (Brust, Taille, Hüfte, Körperlänge) zu vergleichen. Beim Unterkleid empfiehlt sich im Zweifelsfall die kleinere Größe, beim Träger- oder Überkleid die größere. Bei Unsicherheit hilft eine telefonische Rücksprache weiter.
Zum Wikinger-Trägerkleid gehören historisch zwei Schulterfibeln, die die Träger schließen – Wikinger-Ovalfibeln oder einfache Ringfibeln sind die passendste Wahl. Dazu kommt ein schmaler Gürtel, der das Unterkleid in der Taille fasst und als Träger für Taschen und Beutel dient. Passende Schuhe (Wikinger-Schnürschuhe oder weiche Lederpuschen) runden das Bild ab.
