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Karneval Kostüm Ritter Faschingskostüm


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Ein Ritterkostüm gehört zu den Klassikern unter den Faschingsverkleidungen – und das zu Recht. Die Figur des mittelalterlichen Ritters fasziniert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen: Rüstung, Schwert, Wappenrock – das Bild ist klar und einprägsam. Wer bei der Ritter-Verkleidung nicht nur gut aussehen, sondern auch etwas über die historische Vorlage erfahren möchte, findet hier den richtigen Ausgangspunkt.

Wie war ein Ritter im Mittelalter gekleidet?

Wie war ein Ritter im Mittelalter gekleidet?

Die Kleidung eines Ritters war kein einzelnes Stück, sondern ein System aus mehreren Schichten – je nach Epoche und Anlass unterschiedlich zusammengestellt. Als Grundlage diente ein langes Untergewand aus Leinen, direkt auf der Haut. Darüber kam der Gambeson – ein wattierten oder gesteppten Waffenrock, der Stöße abfederte und als Polsterung unter der eigentlichen Rüstung diente. Dieser wird auch als Rüstwams bezeichnet.

Die nächste Schicht bildete das Kettenhemd (Hauberk), ein aus tausenden ineinandergreifenden Eisenringen gefertigtes Schutzgewand. Im Hochmittelalter, ab dem 11. Jahrhundert, war das Kettenhemd die dominierende Rüstungsform. Im Spätmittelalter ab dem 14. Jahrhundert wurde es zunehmend durch Plattenrüstungen ergänzt oder ersetzt – geschmiedete Metall­platten für Brust (Harnisch), Arme, Beine und Schultern.

Über der Rüstung trug der Ritter häufig einen Wappenrock oder Surcot – ein ärmelloses oder kurzärmeliges Gewand in den Farben seines Wappens. Das Wappen diente der Identifikation auf dem Schlachtfeld und bei Turnieren. Beinlinge – eng anliegende Beinkleider, oft aus Wolle – vervollständigten das Untergewand, während Kettenzeug oder Beinplatten die Beine schützten.

Die Farbsymbolik spielte im Hochmittelalter eine wichtige Rolle: Rot stand für Tapferkeit, Blau für Treue, Schwarz für Trauer oder Geheimnis. Wappenfarben waren streng geregelt und unterschieden Adel, Orden und Herkunft. Frühmittelalterliche Krieger trugen schlichtere Ausrüstungen, während spätmittelalterliche Ritter in glänzenden Plattenharnischen auftraten – ein Unterschied, der sich direkt im Kostüm widerspiegeln kann.

Ritterkostüm selbst zusammenstellen: So geht's

Wer sein Ritterkostüm für Fasching oder Karneval selbst zusammenstellt, hat mehr Freiheiten als mit einem Einheitsset – und oft auch ein besseres Ergebnis. Die Basis ist denkbar einfach: Ein Mittelalter-Hemd oder eine Tunika bildet die Grundschicht. Darüber kommt ein Wappenrock in der Wunschfarbe, ergänzt durch einen breiten Mittelalter-Gürtel aus Leder.

Wer es etwas aufwendiger möchte, ergänzt das Outfit mit einem Gambeson – der gesteppte Waffenrock lässt die Verkleidung sofort realistischer wirken und ist auch als eigenständiges Ritterkostüm überzeugend. Für den Schuhbereich lohnt sich ein Blick auf Mittelalter-Schuhe aus Leder – Modelle wie der Typ London oder Riemchenschuhe aus dem Spätmittelalter heben das Gesamtbild deutlich an.

Als Accessoires eignen sich eine Ritter-Tasche am Gürtel, ein Schwert aus der Ritter-Waffen-Kategorie oder ein Helm für den letzten Wiedererkennungseffekt. Der Vorteil beim Einzelteilkauf: Du kannst Teile nach Anlass kombinieren – mal als Fasching­kostüm, mal als Gewandung für den Mittelaltermarkt.

Ritterkostüm für Fasching: Einweg-Verkleidung oder mehr?

Günstiges Polyester-Kostüm
  • Einheitsgröße, schnell bestellt
  • Kunstfaser, oft wenig atmungsaktiv
  • Optisch begrenzt überzeugend
  • Nur für Karneval geeignet
  • Preis: ab ca. 15–30 €
Naturmaterial-Kostüm aus dem Fachhandel
  • Wolle, Leinen oder Baumwolle
  • Realistischere Optik und Haptik
  • Mehrfach nutzbar: Karneval, Mittelaltermarkt, Schulprojekte, Mottopartys, LARP
  • Einzelteile kombinierbar und erweiterbar
  • Preis: ca. 10 € (Zubehör) bis 200 € (komplettes Outfit)

Ein Polyester-Kostüm aus dem Discounter erfüllt seinen Zweck – für einen Abend. Wer jedoch öfter als einmal ein Ritterkostüm braucht oder einfach mehr Wert auf Optik und Tragekomfort legt, ist mit einem Naturmaterial-Kostüm langfristig besser bedient. Die Preisspanne im Sortiment reicht von günstigen Einzelteilen ab 10 Euro bis zu vollständigen Outfits für bis zu rund 200 Euro – damit lässt sich für jedes Budget etwas Passendes finden.

Ritterkostüm für Kinder, Damen und Herren

Kinder

Einstieg & Schulprojekte

Bei Kinderkostümen stehen Passform und Robustheit im Vordergrund. Naturfasern wie Baumwolle sind hautfreundlicher als Kunstfasern und besser für längeres Tragen geeignet. Mittelalter-Kleidung für Kinder ist im Sortiment nach Größen aufgeteilt – Tuniken und Wappenröcke lassen sich gut kombinieren.

Damen

Schildmaiden & historische Kriegerinnen

Weibliche Ritter sind historisch belegt – von Schildmaiden in der nordischen Überlieferung bis zu adeligen Kriegerinnen im Hochmittelalter. Ritter-Kleidung für Damen kombiniert Wappenrock und Tunika mit figurbetonenden Elementen. Viele Teile aus der Herren-Gewandung sind auch in Damengrößen verfügbar oder lassen sich entsprechend kombinieren.

Herren

Kreuzritter, Landritter, schwarzer Ritter

Für Herren sind die gängigsten Varianten der weiße Kreuzritter mit rotem Kreuz, der schlichte Landritter in Braun und Grün sowie der schwarze Ritter als mysteriöse Figur. Kreuzritter-Outfits lassen sich mit Wappenrock, Gürtel und Helm direkt zusammenstellen. Einzelteile aus dem Sortiment sind untereinander kombinierbar.

Ritter-Verkleidung: Welche Teile gehören zum Outfit?

Basis-Outfit · 30–80 €

Tunika oder Wappenrock, ein einfacher Ledergürtel und eine Leinenhose reichen für ein erkennbares Ritterkostüm. Wer bereits einfache Mittelalter-Kleidung besitzt, kann mit einem Wappenrock als einziger Neuanschaffung auskommen. Für Kinder ist dieses Niveau ideal.

Vollständiges Kostüm · 100–180 €

Mittelalter-Hemd als Untergewand, Wappenrock, Gürtel mit Schnalle, Mittelalter-Hose und Lederschuhe ergeben ein rundes Gesamtbild. Optional: eine Gürteltasche und ein Schwert aus Schaumstoff oder Metall. Dieses Niveau eignet sich für Fasching, Mittelaltermarkt und Mottopartys gleichermaßen.

Mit Rüstungsteilen · ab 200 €

Gambeson als Rüstwams, ergänzt durch Kettenhemd, Arm- oder Brustpanzer, Helm und historische Lederschuhe – dieses Aufbauprinzip funktioniert für LARP, Reenactment und anspruchsvolle Verkleidungen. Einzelteile lassen sich schrittweise ergänzen.

Welche Faschingskostüme sind problematisch – und warum das Ritterkostüm keine Grauzone ist

Welche Faschingskostüme sind problematisch – und warum das Ritterkostüm keine Grauzone ist

Rund um Karneval und Fasching entbrennt regelmäßig die Diskussion, welche Kostüme akzeptabel sind und welche nicht. Im Fokus stehen dabei vor allem Verkleidungen, die als kulturelle Aneignung verstanden werden können – also das Übernehmen kultureller Symbole oder Kleidungsstücke anderer Ethnien in einem Kontext, der als respektlos wahrgenommen wird. Dazu zählen beispielsweise stereotypisierende Darstellungen indigener Völker, Kostüme, die religiöse Symbole außerhalb ihres Kontexts einsetzen, oder Verkleidungen, die Klischees über ethnische Gruppen reproduzieren.

Das Ritterkostüm fällt nicht in diese Kategorie. Es bezieht sich auf eine europäisch-historische Figur aus dem Mittelalter, die durch Literatur, Bildung und Popkultur fest im kollektiven Gedächtnis verankert ist. Es gibt keinen gesellschaftlichen Konsens, der das Ritterkostüm als problematisch einordnet.

Worauf trotzdem zu achten ist: Kostüme mit verfassungsfeindlichen Symbolen – auch wenn sie historisch begründet erscheinen – sind in Deutschland verboten. Für die gängigen Ritter-Verkleidungen in neutralen Wappenfarben oder mit Kreuz-Motiven im höfischen Kontext gilt das nicht. Das Ritterkostüm bleibt damit einer der unkompliziertesten und populärsten Faschingsklassiker – für alle Altersgruppen.

Über 200 Artikel in der Kategorie – von Einzelteilen ab 10 € bis zum vollständigen Outfit. Bei Fragen zu Größe, Materialwahl oder Kombination steht das Team von Vehi Mercatus telefonisch Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr bereit. Bestellungen können 30 Tage lang zurückgegeben werden – kein Risiko beim Ausprobieren.

Ob du dich für ein schnelles Karnevalskostüm entscheidest oder Schritt für Schritt ein hochwertiges Ritter-Outfit aufbaust – die Auswahl im Shop gibt dir beides. Stöbere durch die Kategorie und stell dir dein persönliches Ritter-Outfit für Fasching, Mittelaltermarkt oder die nächste Mottoparty zusammen.

Häufig gestellte Fragen

Die Kleidung eines Ritters wird zusammenfassend oft als Harnisch oder Rüstung bezeichnet, umfasst aber mehrere Schichten: Untergewand aus Leinen, Gambeson (Rüstwams), Kettenhemd (Hauberk) und im Spätmittelalter Plattenrüstungen. Das Übergewand über der Rüstung heißt Wappenrock oder Surcot und trägt die Wappenfarben des Ritters. Beinlinge sind die eng anliegenden Beinkleider, die ebenfalls zum mittelalterlichen Ritter-Outfit gehören.

Als Basis reichen ein Wappenrock über einem Mittelalter-Hemd sowie ein breiter Ledergürtel für ein erkennbares Ritterkostüm. Wer mehr Wirkung möchte, ergänzt das Outfit mit einem Gambeson, historischen Lederschuhen und einem Helm. Einzelteile aus dem Fachhandel lassen sich flexibel kombinieren und sind auch für Mittelaltermarkt, LARP oder Schulprojekte wiederverwendbar.

Ritter im Mittelalter trugen ein mehrschichtiges System aus Untergewand, Gambeson, Kettenhemd und je nach Epoche Plattenrüstungen. Im Hochmittelalter (11.–13. Jh.) dominierte das Kettenhemd, während im Spätmittelalter (14.–15. Jh.) vollständige Plattenharnische verbreitet waren. Über der Rüstung trugen Ritter oft einen Wappenrock in den Farben ihres Familienwappens zur Identifikation auf dem Schlachtfeld.

Problematisch gelten Kostüme, die als kulturelle Aneignung verstanden werden – etwa stereotypisierende Verkleidungen indigener Völker oder Kostüme mit religiösen Symbolen außerhalb ihres Kontexts. Kostüme mit verfassungsfeindlichen Symbolen sind in Deutschland zudem gesetzlich verboten. Das klassische Ritterkostüm mit europäisch-historischem Bezug gilt hingegen als unproblematisch und ist einer der unumstrittenen Faschingsklassiker.

Ein vollständiges Ritterkostüm besteht mindestens aus Tunika oder Wappenrock, Hose oder Beinlingen, einem Gürtel und passendem Schuhwerk. Optional ergänzen Helm, Umhang, Schwert, Schild und eine Gürteltasche das Outfit. Für ein realistischeres Erscheinungsbild lohnt sich zusätzlich ein Gambeson als Unterrüstung. Kinder benötigen in der Regel weniger Teile – Tunika und Gürtel reichen oft schon aus.

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